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Eifersucht – Kann man sie besiegen ?

23. Juni 2009 Keine Kommentare

Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht was Leiden schafft“ sagte schon der Philosoph Friedrich Schleiermacher. Eifersucht wird als „innere Katastrophe“ empfunden und beschrieben. Die betroffenen Menschen leiden unter dieser Gefühlsregung sehr stark und fühlen sich ohnmächtig, dagegen etwas zu unternehmen. Es stellt sich aber die Frage, ob man überhaupt mit Erfolg dagegen ankämpfen kann? Ist es nicht eine normale Reaktion auf ein Ereignis – ähnlich einem Reflex?

Ein Gefühl der Vernachlässigung

Wenn es sich um die gesunde Eifersucht handelt, so dauert dieses Gefühl nur kurz an und verfliegt gleich wieder, wenn der Partner sich einem wieder voll zuwendet. Fühlt man sich jedoch vom Partner über längere Zeit stark vernachlässigt und sieht ihn stattdessen mit einer anderen Person viel netter und charmanter umgehen, ist allerdings die Beziehung in Frage gestellt und Ärger über den Partner steigt auf, der einem zuwenig Aufmerksamkeit schenkt. Man fühlt sich ausgeschlossen, innerlich verwundet und unbedeutend.

Völkergruppen ohne Besitzansprüche und ohne Eifersucht

Eifersucht begann – so heißt es – erst mit der Herrschaft des Mannes – dem Patriarchat. Auch bei Kulturen ohne Privateigentum gab und gibt es Berichten zufolge kaum Neid oder Eifersucht, beispielsweise bei einigen Naturvölkern, den Eskimos oder den Nayar in Indien. In den Industrieländern dagegen hat sich mit den starken Besitzansprüchen zugleich die Eifersucht und der Neid gebildet.

Manche Gruppen in der westlichen Welt versuchen allerdings, sich von dieser negativen Gefühlsregung freizumachen. „Kerista-Village“ zum Beispiel ist eine in Amerika gegründete Lebensgemeinschaft mehrerer Männer und Frauen, die zu allen gegengeschlechtlichen Personen der Gruppe gleichwertige Liebes- und sexuelle Beziehungen unterhalten. Angeblich sind diese Menschen frei von Eifersucht. Jedoch ist es ihnen nicht erlaubt, mit Personen außerhalb dieser Gemeinschaft intim zu verkehren.

Keine Eifersucht ohne Liebe – keine Liebe ohne Eifersucht?

In unseren Breiten gehören laut einer Umfrage Liebe und Eifersucht für 80 % der befragten Männer und Frauen untrennbar zusammen. Fast ein Drittel der Befragten gab an, sehr eifersüchtig zu sein. Eifersucht kann eine Partnerschaft stärken, indem sie einem selber und dem Partner zeigt, dass er einem wichtig ist. Sie kann allerdings, wenn sie in extremer und krankhafter Form auftritt, gleichwohl Beziehungen zerstören. Doch wo ist da die Grenze – und was kann man gegen die Eifersucht tun?

Der Unterschied zwischen Mann und Frau

Das männliche und das weibliche Geschlecht gehen mit der Eifersucht verschieden um. Männer versuchen, ihre Eifersucht zu leugnen. Sie suchen meist einen Ausgleich für das in Mitleidenschaft gezogene Selbstwertgefühl. Sie sind desgleichen vielfach eifersüchtig, wenn ihre Partnerin in ihrer Arbeit voll aufgeht, ihrer Meinung nach zuviel Zeit mit der Familie oder einer Freundin verbringt oder sich intensiv einem Hobby widmet. Da das Aggressionspotential bei Männern deutlich höher ist, ist Eifersucht das häufigste Motiv für Gewalttaten und Mord. Frauen suchen die Ursache bei sich und bekommen Schuldgefühle. Sie versuchen, die Beziehung zum Partner zu verbessern und akzeptieren eher professionelle Hilfe.

Prominente Eifersüchtige

Als prominentes Beispiel für Liebesbeziehungen, die übertriebene Eifersucht nicht überdauert haben, dient Marilyn Monroes Ehe mit dem Baseballstar Joe DiMaggio. Es war die zweite von ihren insgesamt drei Ehen. DiMaggio hatte beispielsweise den Dreharbeiten zu Billy Wilders Komödie „Das verflixte siebte Jahr“ beigewohnt, in der Marilyns Kleid vom Wind des U-Bahnschachts hoch geweht wurde. Er soll über diese Filmszene unheimlich aufgebracht gewesen sein. Marilyn hielt seine Eifersüchteleien und seinen Neid auf ihren Erfolg kein Jahr lang aus und ließ sich von dem Baseballspieler nach 274 Tagen Ehe scheiden.

Napoléon und Joséphine sind ein weiteres berühmtes Ehepaar, bei dem die Wogen hoch gegangen sein müssen. Während Napoléon Joséphine sehr verehrt und ihr glühende Liebesbriefe zukommen lassen hat, reagierte Joséphine stets kühl. Sie hatte ihn aus gesellschaftlichen Gründen geheiratet und verfiel in eine leidenschaftliche Affäre mit Leutnant Hippolyte Charles. Napoléon begann aus Eifersucht einen Rachefeldzug gegen seine Frau, indem er sie systematisch mit den verschiedensten jungen und hübschen Frauen zu betrügen begann. Joséphine wiederum reagierte ihrerseits mit heftigen Eifersuchtsszenen auf die Eskapaden ihres Mannes. Nach einiger Zeit des Kampfes und da die Ehe kinderlos blieb, ließen sich die beiden 1809 scheiden.

Maximiliane LaRoche hatte wenig später nachdem Johann Wolfgang von Goethe sich in sie verliebt hatte, einen anderen geheiratet. Goethe besuchte sie dennoch weiterhin, was bald zu grässlichen Szenen der Eifersucht führte. Diese und weitere Erfahrungen aus seinem Leben haben ihn zu seinem erfolgreichen Werk „Die Leiden des jungen Werther“ (1774) inspiriert.

Krankhafte Eifersucht verlangt nach Therapie

Stark eifersüchtige Menschen benötigen die Bestätigung durch andere und wissen mit sich selbst wenig anzufangen. Die Ursachen liegen oftmals in Depressivität, wenig Selbstwertgefühl, Alkohol- und Tablettensucht und häufig in Vertrauensmissbrauch in vorherigen Beziehungen.

Bei krankhafter Eifersucht dauern diese Zustände des Missgefühls an, es kreisen die Gedanken des Betroffenen laufend nur um dieses Thema. Sogar das Berufsleben und soziale Kontakte können durch diese extremen Auswüchse der Eifersucht empfindlich oder sogar ganz vernachlässigt werden. Der Partner wird zum hilflosen Opfer von Nachstellungen, und nicht haltbarer Vorwürfe. Das Handy des Partners wird heimlich abgefragt, die Taschen und die Geldbörse auf Beweise für eine eventuelle Untreue durchstöbert. Der Partner oder die Partnerin wird eingeschränkt und die laufenden Verdächtigungen zerstören nach und nach die Liebe und damit schlussendlich die Beziehung. Bei diesen anormalen Störungen wird von Experten empfohlen, eine Psychotherapie oder angebotene Eifersuchtssprechstunden in Anspruch zu nehmen, um sich von diesem Zwang zu befreien.

Selbstbewusstsein stärken

Ratgebern zufolge hilft vor allem das Stärken des eigenen Selbstbewusstseins, um Eifersucht entgegen zu wirken. Das Unabhängigmachen vom Partner, d.h. die Gestaltung des Lebens ebenso mit anderen Freuden wie Hobby, Arbeit, Freunden, Familie wird zur Ablösung vom Partner als zentralen Lebensmittelpunkt und damit von negativen Gefühlen bei kleinen und größeren Enttäuschungen empfohlen.

Das Gefühl der Eifersucht, wenn der Partner sich m e h r um jemand anderen kümmert als den Lebens- und Liebespartner, kann man wahrscheinlich aber nicht wirklich ablegen, auch nicht bei stärkstem Selbstbewusstsein. Es ist vielleicht schwächer, wenn man obendrein in anderen Bereichen seine Selbstbestätigung und seinen Ausgleich findet. Aber sobald man liebt, ist man emotionell angreifbar. Ganz vermeidbar ist das Aufwallen von eifersüchtigen Gefühlsregungen daher wohl nicht – und soll es vielleicht auch nicht sein.

Bei der Frage, ob man die Eifersucht besiegen kann, sollte man sich ebenso fragen, ob man gegen die starken Gefühle der Liebe mit Erfolg ankämpfen kann? Kann man es?

Die Antwort wissen Sie selbst!

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Sanfte Reinigung bei empfindlichen Zähnen

23. Juni 2009 Keine Kommentare

Unter sensiblen Zahnhälsen leiden viele Menschen. Für sie ist es unmöglich Eis auf heißen Himbeeren zu essen. Kommen die Zähne mit Heißem, Kaltem, Süßem oder Saurem in Berührung, zieht und schmerzt es gewaltig. Ein sehr unangenehmes Gefühl. Schuld daran ist die Rückbildung des Zahnfleisches. Die Zahnhälse werden freigelegt und haben keinen Schutz mehr. Zahnfleisch kann sich aufgrund einer Entzündung, der so genannten Parodontitis, zurückbilden. Aber auch Alterserscheinungen oder der rabiate Einsatz von elektrischen oder zu harten Zahnbürsten können Auslöser sein.

Was kann man tun?

In der Oberfläche der freigelegten Zahnhälse befinden sich Reizleiterkanäle, die den Außenreiz direkt an den sehr empfindlichen Zahnnerv weiterleiten. Die Folge sind sensible und empfindliche Zähne. Sogar Berührungen können schmerzhaft sein.

An erster Stelle steht die Vermeidung von Schmerzauslösern. Starke Kälte- und Wärmereize, vor allem im Wechsel, tun richtig weh. Heißer Kaffee und kaltes Eis zusammen sind erst mal zu streichen.
Die Zähne sollten mit einer weichen Zahnbürste geputzt werden. Das ist nicht nur besser für das Zahnfleisch, es ist auch viel angenehmer beim Zähneputzen.
Spezielle Zahnpasten bilden eine Schutzschicht auf den Zahnhälsen und machen sie somit widerstandsfähiger. Es sollte Aminofluorid darin enthalten sein. Außerdem muss man auf milde Putzkörper in der Zahncreme achten. Bei sensiblen Zahnhälsen also bitte keine zahnaufhellende Paste verwenden. Die darin enthaltenen Putzkörper scheuern zu sehr.
Tägliche Massagen des Zahnfleisches können den Zahnfleischschwund stoppen. Massiert wird zweimal täglich mit den Finger in kreisenden Bewegungen von innen nach außen mit leichten Druck. Antibakterielle Spülungen oder Salbeitee können die Wirkung unterstützen.

Werden die Beschwerden nicht besser sollte man seinen Zahnarzt aufsuchen. Oft haben sich Bakterien unter dem Zahnfleisch eingenistet. Diese müssen medizinisch entfernt werden.

Auf das richtige Zähneputzen kommt es an!

Für optimale Zahnpflege ist die richtige Putztechnik entscheidend. Zweimal täglich sollen die Innen- und Außenflächen und die Kauflächen oben und unten gründlich geputzt werden. Die Innen- und Außenflächen der Zähne werden in kreisenden Bewegungen mit geringem Druck vom Zahnfleisch zur Zahnkrone hin geputzt. Bei den Kauflächen wird die Zahnbürste hin und her bewegt. Geputzt wird ca. drei Minuten, wenn möglich mit einer fluoridirden Zahncreme. Fluor härtet die Zähne ab und baut bei regelmäßiger Anwendung einen Langzeitschutz auf.

Entgegen der landläufigen Meinung muss eine Zahnbürste nicht super hart sein. Mittel und weich sind, vor allem bei empfindlichen und sensiblen Zähnen, am Besten. Bei Verwendung von einer elektrischen Zahnbürste muss darauf geachtet werden, dass der Druck nicht zu stark ausgeübt wird. Zahnärzte empfehlen als Faustregel, dass der Druck der Zahnbürste beim Zähneputzen nicht höher sein sollte als die Kraft die man benötigt, um auf einer Küchenwaage 150 Gramm anzuzeigen.

Wer denkt viel hilft viel hat leider nicht recht. Zweimal tägliches Zähneputzen und die tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide sind viel effektiver als viermal seine Zähne regelrecht zu schrubben. Bei häufigem Zähneschrubben kann der Zahnschmelz angegriffen werden und die Zähne haben keinen Selbstschutz mehr vor Bakterien und Karies. Lieber zwischendurch mal einen Zahnpflegekaugummi kauen!

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Haut zum Vorzeigen

23. Juni 2009 Keine Kommentare

Der Frühling kommt – und mit ihm auch die Zeit, in der die Rocke kürzer und die Tops auch wieder knapper werden. Da braucht man oft noch mal eine Schnell-Kur für die Haut, damit man sie auch herzeigen kann. Mit allen Hausmitteln und modernen Pflegeprodukten ist das schnell erledigt und die bewundernden Blicke der Männer bestätigen, dass es sich wirklich lohnt!

Der Winter ist nicht gerade die optimale Jahreszeit für unsere Haut. Wir verstecken sie unter dicken Stoffschichten, lassen ihr kaum Licht zukommen. Trockene Heizungsluft und eisige Kälte tun ihr übriges dazu und sorgen dafür, dass die Haut austrocknet, rissig wird und nicht gerade frisch und schön aussieht. Deshalb ist es umso wichtiger, noch vor Frühlingsbeginn die Notbremse zu ziehen und der Haut etwas wirklich Gutes zu tun.

Feuchtigkeit – das A und O

Die günstigste Frischekur für die Haut ist und bleibt das Trinken. Gilt es schon immer als gesund mindestens zwei Liter Wasser pro Tag zu trinken, sollte man jetzt noch einen Liter drauf legen. Das tankt die Haut von innen auf und bereits nach ein paar Tagen sind die ersten Erfolge zu sehen. Und wo wir schon bei Getränken sind: Greifen Sie doch mal wieder zu Buttermilch – die müssen Sie aber nicht unbedingt trinken, sondern viel eher dem Badewasser hinzufügen. Buttermilch sowie Sahne spenden der Haut viel Feuchtigkeit und lassen sie geschmeidiger werden.

Für ein schönes Dekolletee lohnt es sich, auf die Neuheiten der Kosmetik-Industrie zurückzugreifen. Cremes und Gels, die mit Feuchtigskeitsbindern wie Kollagen oder Pathenol versetzt sind, polstern die Haut auf und lassen sie somit elastischer aussehen. Algenextrakte stärken zudem noch die Gefäße – und schon können tief ausgeschnittene Shirts richtig glänzen.

Straffe Haut

Gerade in kurzen Röcken und engen Hosen ist ein schöner Po ein Muss. Da soll nichts hängen und auch auf unschöne Dellen kann jede Frau gut verzichten. Pflegeprodukte, die unter die Haut gehen, helfen schnell gegen Wassereinlagerungen, schlaffe und auch raue Haut. Besonders wirksam sind saure Inhaltsstoffe, wie Extrakte aus Zitrusfrüchten. Aber auch Bambus ist nie verkehrt, denn damit wird das Bindegewebe gestärkt und außerdem gibt es noch eine Extraportion Feuchtigkeit.

Vom Po geht es weiter abwärts zu den Beinen. Sie gehören zu den Körperteilen, die im Winter erfahrungsgemäß am meisten vernachlässigt werden. Außerdem haben sich einige Pfunde von den Weihnachtsfesten daran festgesetzt – und die gilt es schnell zu verlieren. Auch da kann die Kosmetikindustrie mit so genannten Slim-Produkten nachhelfen. Glykolsäure, Baubus sowie Koffein und Gingko kurbeln den Fettabbau an, straffen das Gewebe. Am besten trägt man diese Pflegeprodukte knetend oder zupfend auf und sorgt somit gleich noch für eine bessere Durchblutung.

Schöne Füße

Unseren Füßen sollten wir ausgiebige Bäder gönnen, in denen raue Stellen erweicht werden. Zusatzstoffe wie Kamille oder Aloe sorgen außerdem für streichelzarte Haut. Nach den Bädern können kleine Hornhaut-Flecken mit einer entsprechenden Feile entfernt werden und zum Schluss trägt man noch eine reichhaltige Feuchtigkeitscreme auf und lässt sie einziehen. Dann gibt man auch in Sandalen und Highheels wieder eine gute Figur ab.

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Santorini – Eine griechische Insel

23. Juni 2009 Keine Kommentare

Jeder kennt Kreta, Rhodos oder Kos, doch nur wenige haben schon etwas von Santorini gehört, eine kleine Insel der Kykladen. Ihre Halbmondform, die zu einem besonderen Merkmal der Insel geworden ist, entstand durch einen Vulkanausbruch um 1450 v. Chr., der in die ursprüngliche Insel einen 22 km großen Krater riss. Der gewaltige Tsunami, der dabei entstanden ist, soll, wie man sich erzählt, dem minoischen Kreta den Untergang beschert haben.

Weiße Strände wird man auf der Insel vergeblich suchen -Santorini ist für seine schwarzen Sandstrände berühmt. Lange Zeit dachte man auch, das Santorini das versunkene Atlantis ist, ob an dieser Vermutung etwas dran ist, davon sollte man sich bei einem Urlaub am besten selbst überzeugen.

Highlights der Insel

Die Insel-Hauptstadt Fira schmiegt sich an den Felsen der Caldera – des Kraters. Sie bietet mit den vielen schönen Kuppelkirchen, Höhlenhäusern und Restaurants, die
terrassenförmig angelegt sind, herrliche Ausblicke – vor allem bei einem romantischen Sonnenuntergang. Ein Augenschmaus sind auch die für die Insel typischen Häuser mit ihren blauen Kuppeln, die überall das Ortsbild prägen.

Wer besonders sportlich ist kann die 580 Stufen zum Hafen hinuntergehen; für die weniger sportlichen unter uns stehen Esel oder eine Seilbahn zur Verfügung. Am Hafen biete sich dann eine Fahrt mit dem Boot zu den zwei noch aktiven Vulkanen Nea Kameni und Palaia Kameni an. Wer sich traut, darf hier auch vom Boot springen und zu den heißen Quellen schwimmen. Doch Achtung: Das Wasser bis zu den Quellen ist überraschend kühl.

Für alle, die sich für Archäologie begeistern können, bietet das antike Thira, auf einem Berg gelegen, genau das richtige. Dort findet man noch Ruinen aus dem.3 und 4. Jahrhundert vor Chr. und außerdem ein Theater, die Agora und Reste privater Häuser aus vergangenen Zeiten. Unterhalb Thiras liegt der beliebte Ferienort Kamari, am Strand findet man dort Bars und Tavernen die mit Tzaziki und Ouzo zum Verweilen einladen.

Ein weiteres Highlight ist Akrotiri. Dieser minoische Vorposten wurde vor 3500 Jahren unter vielen Tonnen von Asche begraben und erst 1967 wieder freigelegt. Durch eine riesige Dachkonstruktion können die Besucher die Anlage jederzeit trockenen Fußes besuchen. Zwei- bis dreistöckige Häuser aus dem 16. Jahrhundert., die wunderschön erhalten sind, erwarten die Besucher. Die bunten Fresken, die gefunden wurden, können im Neuen Archäologischen Museum in Fira bewundert werden. Auch weniger archäologisch begeisterte Menschen können sich diesem Anblick nicht so einfach entziehen.

Fazit

Santorini ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Mit Auto oder geliehenem Moped kommt man problemlos überall hin und es macht auch noch Spaß durch die kleinen Gassen oder am Rand der Caldera in den Sonnenuntergang zu fahren. Jeder kommt auf Santorini auf seine Kosten. Die Strände laden zum Sonnen und Baden ein, die griechische Küche ist sowieso ein Highlight und auch die Sehenswürdigkeiten bieten für jeden Geschmack etwas. Also Koffer packen und ab geht’s.

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Prag – Europäische Metropole

23. Juni 2009 Keine Kommentare

Die goldene Stadt Prag! Stadt der hundert Türme! Mutter aller Städte! Prag, die Dame von ganz Böhmen! Das sind einige der liebevollen Beinamen dieser einzigartigen Stadt. Als Hauptstadt der Tschechischen Republik bildet sie eines der wichtigsten touristischen Ziele unserer Zeit. Vom Zweiten Weltkrieg blieb sie weitgehend verschont und erhielt sich dadurch ihr einzigartiges Flair – als eine der schönsten, ältesten und größten mitteleuropäischen Städte. Hier findet man heute noch vielfältige Baustile aus allen Epochen. In dieser wunderschönen Stadt, durch die die Moldau fließt, überspannt von vielen Brücken aus verschiedensten Zeiten und Epochen.

Die gotische Karlsbrücke zählt zu einer der schönsten und ältesten Brücken. Im städtischen Leben steht sie seit jeher im Mittelpunkt. Wichtige öffentliche Ereignisse prägen diese besondere Brücke. So wurden hier zuweilen Gerichtsurteile gefällt und Märkte sowie Reitturniere veranstaltet. Bis heute steht die Karlsbrücke für eines der beliebtesten Ziele der vielen Stadtbesucher.

Im Zentrum der Altstadt, welche der Altstädter Ring bildet, findet man als die bekanntesten touristischen Ziele das Altstädter Rathaus und die Teynkirche. Zahlreiche in Romantik und Gotik erbauten alten Häuser und Kirchen prägen die Prager Altstadt, mit ihren malerischen kleinen Gassen und verborgenen Winkeln und Ecken. Prächtige Palais findet man auf der Kleinseite und in der Hradschin-Stadt. Auch das Palais Lobkovicz findet man hier, in dem sich die Deutsche Botschaft befindet. Diese Gebäude aus der Renaissance- und Barock-Zeit bilden einen sehenswerten Kontrast zur Altstadt und ergeben ein interessantes touristisches Ziel. Hier finden Besucher auch die Dreifaltigkeitssäule, die in Gedenken an die Opfer der Pestepidemie im Jahre 1715 errichtet wurde.

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten zählt außerdem natürlich die Prager Burg, heutiger Amtssitz des Präsidenten der Republik. Die Königskrypta mit ihren einzigartigen Sarkophagen und Särgen sowie die Kronkammer, welche der St. Veitsdom beherbergt, der dominant und schon von weitem sichtbar auf der Burg thront, sind ebenfalls beliebte Ziele.

Das heutige Herz von Prag ist sicherlich der Wenzelplatz. Würden nicht zahlreiche Bauten aus der Gotik- und Barock-Zeit daran erinnern, man würde nicht vermuten das auch dieser Teil der Stadt, mit seinem pulsierenden Nachtleben, den zahlreichen Modehäusern und den Einkaufspassagen, den Kinos, Theaters und Hotels, bereits seit dem 14. Jahrhundert besteht. Hier trifft man auf engstem Raum alles an, was man als Besucher einer Großstadt erwartet. Die zahlreichen Geschäfte bieten alles was das Herz begehrt, jedoch sind die Preise in dieser Gegend am höchsten angesetzt. Als Sehenswürdigkeiten finden sich hier das Reiterdenkmal und das Nationalmuseum an.

Eine herrliche Aussicht über die ganze Stadt bietet der Petrin-Hügel. Eine Seilbahn führt fast im Minutentakt ihre zahlreichen Besucher mehrmals täglich auf diesen wunderschönen Aussichtspunkt. Von hier aus kann man einen aufregenden Urlaubstag romantisch ausklingen lassen und das Panorama dieser besonderen Großstadt genießen.

Wenn dann der Abend anbricht, gibt es auch hier unzählige Möglichkeiten diesen zu gestalten. Wer es weniger turbulent mag, für den gibt es zahlreiche gemütliche Kneipen. Ausgewählte Weinstuben bieten das richtige Flair um den Tag ausklingen zu lassen. Tschechien ist berühmt für sein gutes Bier und in unzähligen Biergärten und Bars wird dieses gerne ausgeschenkt. Bekannt ist Prag auch für seine Jazzclubs, in denen jeden Abend die verschiedensten Veranstaltungen mit Live-Musik stattfinden.

Wenn es das Klima zulässt, das ähnlich dem Wiener- und dem Münchnerwetter ist, kann man in Prag den Abend auch in lustiger Gesellschaft unter freiem Himmel genießen. Die bekannte Karlsbrücke bietet das richtige Ambiente und wird immer wieder von feiernden Touristen als „Partyplatz“ in Beschlag genommen.

Prag ist auf jeden Fall zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Ganz besonders schön zeigt sich der Frühling in der Hauptstadt. Das Klima ist angenehm und zu dieser Zeit finden viele Festivals und Konzerte statt. Wie zum Beispiel die berühmten Festwochen des „Prager Frühlings“. Wer es lieber ruhiger möchte, reist am besten im Spätsommer oder Herbst. Wenn man Glück hat, spielt auch das Wetter mit und um die vielen Sehenswürdigkeiten herrscht kein allzu großes Gedränge.

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Sport tut gut und vertreibt die Frühjahrsmüdigkeit

22. Juni 2009 Keine Kommentare

Wem es schwer fiel, sich im Winter an der frischen und kalten Luft sportlich zu betätigen, der hat nun keine Ausrede mehr. Der Frühling hat Einzug gehalten und Sport bei Sonnenschein weckt die müden Glieder. Außerdem kann Sport auch wie Medizin für Körper und Geist wirken. Wer sich aufrafft, wird mit Glückshormonen belohnt. Die Stimmung hebt sich im Nu und man fühlt sich einfach nur gut.

Trotz allem sollte man beim Sport an der frischen Luft nicht auf die richtige Kleidung verzichten. Wenn es morgens noch kühl ist, muss an eine Kopfbedeckung gedacht werden. Unser Körper verliert über den Kopf die meiste Wärme. Das kann dann zu Auskühlungen führen. Wichtig ist auch eine atmungsaktive Kleidung bei der der Schweiß abgeführt wird und sich nicht am Körper sammeln kann. Wer möchte schon eine Erkältung oder gar eine Grippe riskieren.

Nach der langen Winterpause sollte man langsam mit Sport wieder anfangen. Wer seinen Körper überfordert, tut ihm nichts Gutes. Viel hilft nicht immer viel! Wer seinen Körper langsam wieder an die Bewegungen an der frischen Luft gewöhnt, tut dem Immunsystem, Knochen und Gelenken einen großen Gefallen. Auch die Gelenke, die ja im Winter weniger beansprucht wurden, müssen sich erst wieder an die regelmäßige Beanspruchung gewöhnen.

Immunsystem

Forscher fanden heraus, dass regelmäßiges, ruhiges Joggen die Häufigkeit und Dauer von Atemwegsinfekten deutlich reduzieren kann. Man sollte aber nicht über 45 Minuten joggen. Wer seine Gelenke nicht zu sehr beanspruchen kann oder an Übergewicht leidet, sollte mit Nordic Walking seinem Immunsystem auf die Sprünge helfen. Wichtig ist die ruhige Art der Bewegung. Wer seinen Körper zu extremen Ausdauerbelastungen treibt und häufig schnell unterwegs ist, kann hingegen häufiger an Infekten leiden. In der Ruhe liegt die Kraft und so kann man den Erkältungskrankheiten gleich noch ein Schnippchen schlagen.

Knochen, Gelenke und Bänder

Sehnen, Bänder und Knochengewebe werden durch Sport gestärkt. Somit bleiben die Knochen aufbauenden Zellen aktiv und das kann das Risiko an Knochenschwund (Osteoporose) zu erkranken senken. Besonders Sportarten wie Tennis oder Squash sollen sich positiv auf die Knochendichte auswirken.
Vor dem Sport ist eine Erwärmung immer empfohlen, um die Gelenke und Bänder auf die bevorstehende Belastung einzustimmen. Nach dem Sport darf auf keinen Fall die Dehnung der Bänder vergessen werden. Es kann sonst zu Verkürzungen kommen, welche die Bewegungsfreiheit einschränken können. Wer das beachtet, ist auf dem besten Wege, seinen Körper sportlich fit und gesund zu halten.

Gehirn

Sport gegen Gedächtnisschwäche? Kaum zu glauben, aber wer sich an der frischen Luft sportlich betätigt, kann seinem Gehirn auf die Sprünge helfen. Die Nervenzellen im Gehirn erhalten durch Sport im Freien vermehrt Sauerstoff. Somit wird die Leistungsfähigkeit des Gehirns erhöht und man kann sich Dinge besser merken oder aber auch gelerntes besser wieder abrufen.
Außerdem wird die Hirnanhangsdrüse durch sportliche Betätigung stimuliert und schickt aktivierende Hormone an Muskulatur und Fettgewebe. Das führt zur besseren Durchblutung und hilft sogar beim Abnehmen.

Muskulatur

Muskeln lernen durch Sport vermehrt Fette zu verbrennen. Gerade nach dem „Winterschlaf“ ein positiver Effekt. Der Energieumsatz kann durch Sport um das fünf- bis siebenfache erhöht werden. Wer also im Frühjahr regelmäßigen Betätigungen an der frischen Luft nachgeht, hat eher die Chance auf die ersehnte Bikinifigur im Sommer. Um Muskulatur aufzubauen sind Sportarten wie Radfahren, Laufen und Gehen zu empfehlen. Auch das Training am Heimtrainer baut Muskeln auf. Kleiner Tipp: Man kann ihn auch ins Freie stellen.

Sport kann also unserem Körper optimal helfen wieder in Form zu kommen oder zu bleiben. Natürlich ist es nicht immer leicht, den inneren Schweinehund zu bezwingen. Darum sollte man auch nicht alleine trainieren. Suchen Sie sich einen Partner. Zu zweit macht es doch viel mehr Spaß!

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Was wurde aus „Howie“ Douglas Barr?

22. Juni 2009 Keine Kommentare

Erinnern Sie sich an „Howie Munson“, den hübschen Kerl in der TV-Serie „Ein Colt für alle Fälle“? Jeden Tag holten uns damals in den 80-igern die spannenden Folgen des Teams um den Stuntman und Kopfgeldjäger Colt Seavers pünktlich vor den Fernseher. Was der Hauptdarsteller Lee Majors heute macht, wissen wir: Werbung für das 2007-er Modell eines japanischen Geländewagens. Doch was ist eigentlich aus seinem sympathischen Assistenten geworden? Douglas Barr.

Schauspielstudium und Filmkarriere

Douglas Barr wurde am 1. Mai 1949 in Cedar Rapids im US-Bundesstaat Iowa geboren. Er absolvierte zuerst die „George Washington University“ und studierte später Schauspiel in New York. Seine Filmkarriere begann 1980 mit einer Rolle in der TV-Serie „When the Whistle Blows“ und in der TV-Episode „The Invisible Woman“ in „Fantasy Island“. Es folgten Filme wie die Horrorthriller „Deadly Blessing“ und „The Unseen“ (1981). Ab 1981 spielte er in der Fernsehserie „The Fall Guy“ („Ein Colt für alle Fälle“) den Stuntman Howie Munson. Dies ist wohl die bekannteste Rolle seiner Karriere. Zwischendurch übernahm er immer wieder Rollen in einigen Episoden bekannter TV-Serien wie z.B. in der Krankenhaus-Serie „Trauma Center“ (1983) oder der Kreuzschiff-Serie „Love Boat“ (1982-1984), „Hotel“ und dem Abenteuerdrama „The Wizard“. Neben Rollen in „Superboy“ (1988), „Rich Men, Single Women“ (1990), „Designing Women“ („Mann muss nicht sein“, 1987-1991), „Space Invaders“ („Martians – Ein Außerirdischer kommt selten allein“, 1990), „Menu for Murder“ („Mit dem Essen kam der Tod“, 1990) und „But He Loves Me“ (1991) spielte er 1988 und 1991 auch in zwei Folgen der bekannten TV-Serie „Murder, She Wrote“ („Mord ist ihr Hobby“) mit. Er war der „John“ in einer Folge von „P.S.I. Luv U“ (1991) und „Jerry Masterson“ in dem Film „Lady Boss“ (1992). Nachdem er 1994 seine letzten Rollen in dem Film „Temptation“ („Lust auf Rache“) und einer TV Episode in „One West Waikiki“ gespielt hatte, ging Douglas Barr völlig zur Arbeit hinter der Kamera über.

Ein Colt für alle Fälle

Die Action- Serie „Ein Colt für alle Fälle“, die im Original „The Fall Guy“ hieß, war der absolute Serien-Renner in den 80-iger Jahren. 113 Episoden wurden von 1981 bis zum Jahre 1986 produziert. Die Erstausstrahlung erfolgte in den USA im November 1981, in Deutschland erst im März 1983. Die aufregenden Abenteuer des Stuntmans und Kopfgeldjägers Colt Seavers und dessen Team „Howie“ und „Jody“ ließen Kinder- aber auch Männerherzen höher schlagen. Nicht nur die Auftritte der – von der hübschen und „schlag“fertigen Heather Thomas gespielten – Jody zogen sie vor die Flimmerkiste, sondern vor allem die tollen Actioneinlagen und Auto-Stunts mit ihrem GMC-Pickup. Ganz zu schweigen von der coolen Titelmusik „The Unknown Stuntman“, dessen Song übrigens Lee Majors selbst gesungen hatte. „Howie“ wiederum wurde von den Mädchen und jungen Frauen angehimmelt. Von dem supercoolen Colt nur „Kleiner“ gerufen, war er der ideale männliche Aufputz für die weiblichen Fernsehzuschauer unter 30.

Drehbuchautor und Regisseur

Anfang der Neunziger hängte Douglas Barr die Schauspielerei an den berühmten Nagel und ging dazu über, einige Drehbücher wie z.B. zu den Filmen „Fade to Black“ (1993) „The Cover Girl Murders“, „Temptation“ (1994), Dead Badge“ (1995) und „Conundrum“ (1996) zu schreiben. In letzteren beiden führte er zudem Regie. Ebenso Regie führte er in weiteren zahlreichen Filmen wie u.a. „Perfect Body“ (Erfolg um jeden Preis, 1997), „Cloned“ („Geklont – Babys um jeden Preis“, 1997), „Switched at Birth“ („Bei Geburt vertauscht“, 1999), „For Love of Olivia“ (2001), „Sex, Lies & Obsession“(2001), „This Time Around“ (2003), u.v.m. Eines seiner jüngsten Regieprojekte heißt „To be Fat like Me“ (2007).

Beschauliches Privatleben

Douglas Barr ist seit 1984 mit der ehemaligen Schauspielerin und heute als Malerin tätigen Texanerin Clare Kirkconnell verheiratet. Er hat einen im Teenager-Alter befindlichen Sohn, lebt im Weingebiet Nordkaliforniens und betreibt den exklusiven Weinhandel „Hollywood and Vine Cellars“ mit seinem Freund Bruce Orosz.

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Aloe Vera das Schönheitselexier

22. Juni 2009 Keine Kommentare

Aloe Vera ist zurzeit in aller Munde. Als Seife oder Shampoo, als Badezusatz und in Cremes, sogar als Nahrungsergänzung finden wir sie neuerdings in unseren Supermarkt- und Drogerieregalen. Dabei handelt es sich bei dieser Pflanze keineswegs um ein neuartiges Modegewächs. Vielmehr wurde dieses sonderbare Liliengewächs schon von unseren Urgroßmüttern als „Erste-Hilfe-Pflanze“ und „Königin der Wunderpflanzen“ bezeichnet. Und das ist sie wirklich! Über 160 kostbare Inhaltsstoffe wurden bereits erforscht und nachgewiesen. Wirkstoffe der besonderen Art, die heilend auf unseren Organismus wirken und die unsere Haut schützen und pflücken.

In den Tropen, auf den Kanarischen Inseln, sowie in Mittel- und Südamerika gedeiht die Aloe Vera Pflanze besonders gut. Sie fühlt sich wohl in diesen warmen Gefilden mit möglichst geringen Temperaturschwankungen. Auch in der Hitze der Wüste gedeiht sie prächtig, da sie sich hervorragend anpasst an dieses Klima. Die Überlebenskünstlerin unter den Heilpflanzen benötigt nur geringe Wassermengen, da sie die lebensnotwendige Feuchtigkeit in ihren eigenen fleischigen Blättern speichert. Geerntet wird die Aloe Vera Pflanze alle 3-5 Jahre, so lange braucht sie, bis ihre kostbaren Wirkstoffe völlig ausgeprägt sind. Unter besonders hygienischen Bedienungen wird die Pflanze per Hand geerntet, um die wertvollen Inhaltsstoffe zu schützen.
Man unterscheidet zwischen Aloe (Aloin), welches sich als sehr bitteres, streng riechendes Harz in der Blattrinde befindet. Blattgrün und Blattrinde werden bei der Ernte sorgfältig entfernt.
Das heilende Aloe Vera Gel gewinnt man aus den fleischigen Blättern der Aloe Vera Pflanze. Ein Wundergel mit geheimen Wirkstoffen, die laut neuesten Studien noch lange nicht alle ausgeforscht werden konnten.
Viele lebensspendende Wirkstoffe schenkt uns das aus den Aloe Vera Blättern gewonnenen Mark. So erfreut es sich größter Beliebtheit in der Kosmetikindustrie.

Aloe Vera ist ein natürliches Heilmittel, das sich in jedem Sinne positiv auf unseren Organismus und unsere Haut auswirkt. So wie sie ihre eigenen Blätter innerhalb kürzester Zeit selber heilen kann, in dem sie in sekundenschnelle kleine Risse wieder schließt, kann sie auch auf uns wirken. Als Salbe aufgetragen, heilen Wunden schneller, entzünden sich nicht und vernarben deutlich weniger. Aloe Vera stellt das Gleichgewicht unserer Haut wieder her. Rasch und tief zieht es in unsere Haut ein und lässt unseren Teint jugendlich und strahlend erscheinen.

Aloe Vera wird also auch erfolgreich als Anti-Aging-Produkt eingesetzte. Darüber hinaus hemmt es die Melaninbildung und beugt so Pigment- und Altersflecken vor.
Aufgetragen auf wunde und offene Hautstellen, wirkt das Aloe Vera Gel schmerzlindernd, entzündungshemmend und blutstillend. Träufelt man ein wenig von dem kühlen Gel auf Insektenstiche, so wirkt es dem Juckreiz entgegen und kühlt die betroffene Stelle angenehm.

Auch bei inneren Beschwerden kommt Aloe Vera zur Anwendung. Als Kapsel, in Joghurts oder Säften eingenommen, reguliert sie die Verdauung, hilft gegen Durchfall und bei Verstopfung. Leiden Sie an Magenschmerzen oder Gastritis? Testen Sie die heilende Kraft der Aloe Vera! Äußerst verträglich, entschlackend und regenerierend ist sie ein wohltuendes Erlebnis für unseren menschlichen Organismus.

Seit vielen Jahrhunderten schon ist die Aloe Vera Pflanze als heilend bekannt. Kaiser, Ärzte und Feldherren. Sie alle wussten schon um die Unvergänglichkeit dieser Pflanze und ihrer Wirkung auf Gesundheit und Schönheit.

Zur rechten Zeit wird sie heute vermehrt wieder entdeckt. Negative Umwelteinflüsse, Stress und Bewegungsmangel schwächen unser Immunsystem. Aloe Vera stärkt unsere körpereigenen Abwehrkräfte und hilft unserem Körper sich selbst zu heilen. Als solches wird sie hoch geschätzt, jedoch darf man nicht vergessen, vor allem bei ernsthaften und chronischen Beschwerden mit einem Arzt beziehungsweise Facharzt über die richtige Art und Anwendung Rücksprache zuhalten.

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Haare zu Hause selbst färben

22. Juni 2009 Keine Kommentare

Die trüben Tage gehen vorbei und der Frühling und Sommer stehen vor der Tür. Da will man doch wieder hübsch aussehen. Jetzt ist eine neue Haarfarbe voll angesagt. Man kann sich die Haare beim Friseur fachmännisch färben lassen oder es selbst ausprobieren. Produkte gibt es genug im Handel. Wenn Sie Ihre Haare zu Hause selbst färben möchten, sollten Sie einige Dinge beachten. Farbe ist nämlich nicht gleich Farbe und nicht jede Farbe hält, was sie verspricht.

Das richtige Produkt kaufen

Lesen Sie vor dem Kauf die genauen Angaben auf der Packungsrückseite durch. Besonders wichtig sind hier die Informationen zur Haltbarkeitsstufe und zur Farbnuance. Die Haltbarkeitsstufe sagt aus wie intensiv die Colorierung ist.
Bei Stufe Eins lässt sich die Farbe schon nach drei bis zehn Haarwäschen komplett ausspülen. Graue Haare werden kaum abgedeckt. Ideal für eine kurze Typveränderung oder mal zum Ausprobieren, ob es einem steht.
Stufe Zwei hält etwas länger. Diese Haarfarbe verblasst allmählich und ist nach ca. zwanzig Haarwäschen ausgewaschen.
Wer seine Haare dauerhaft Färben möchte, sollte Stufe Drei verwenden. Diese Colorierung hält lange. Man lässt sie rauswachsen. Der Vorteil: Sie deckt graue Haare zuverlässig ab. Überlegen Sie sich also genau, wie Sie und für wie lange sie ihre Haare färben möchten!

Damit Sie auch den richtigen Farbton erwischen, schauen Sie sich die Farbnuancen-Tabelle auf der Rückseite der Verpackung gut an. Ein Rot-Ton auf hellem Haar sieht immer anders aus als dieselbe Farbe auf dunklem Haar.

Die richtige Anwendung macht’s!

Um Ihre Sachen zu schützen, ziehen Sie sich ein altes T-Shirt an und legen Sie sich ein altes Handtuch um die Schultern. Wer öfter färbt, hat vielleicht schon sein „Färbehandtuch“. Dann waschen Sie Ihre Haare gründlich und spülen das gesamte Shampoo aus. Bevor Sie die Colorierung anmischen, trocknen Sie Ihre Haare etwas, indem Sie sich ein Handtuch darum schlingen. Die angemischte Farbe sieht meist auf den ersten Blick komisch aus. Wundern Sie sich nicht, denn die Farbe entwickelt sich erst nach der Oxidation auf dem Kopf. Das ist also völlig normal. Vor dem Auftragen sollten Sie noch die Haut im Stirnbereich, über und hintern den Ohren und im Nacken etwas eincremen. So lassen sich Farbflecken wieder gut beseitigen.

Anschließend beginnen Sie mit dem Färben. Erst die Ansätze beginnend von der Stirnpartie und der Kopfmitte bis zum Hinterkopf mit der Farbe bestreichen – dann einige Minuten einwirken lassen. Jetzt verteilen Sie die restliche Masse im gesamten Haar. Bei sehr langem Haar müssen Sie meist zwei Packungen verwenden. Massieren Sie die Farbe etwas ein, damit Sie sich gut im Haar verteilen kann. Ziehen Sie sich eine Plastiktüte über die Haare, das beschleunigt die Färbung und kann die Färbezeit verkürzen. Es geht aber auch ohne. Warten Sie die angegebene Einwirkzeit ab und spülen Sie die Haare dann gründlich aus.
Den meisten Packungen liegt noch ein Pflegeprodukt bei. Wenden Sie es an und fertig sind die gefärbten Haare.

Welche Pflege für coloriertes Haar?

Gefärbtes Haar braucht eine spezielle Pflege, um dauerhaft schön und glänzend auszusehen. Haarfarbe kann die Struktur des Haares verändern. Besonders die der Colorationstufen Zwei und Drei oder bei Blondierungen.
Achten Sie deshalb bei allen Pflegeprodukten, wie Shampoo, Haarspülung und Kurpackung, auf den Aufdruck Für coloriertes Haar. Diese Pflegeprodukte wurden speziell für coloriertes Haar entwickelt und erhalten den Farbglanz Ihres Haares. Es gibt sogar Stylingprodukte, wie Schaumfestiger, mit integriertem Farbschutz.

Halten Sie sich also genau an die Packungsanweisungen und es kann eigentlich nichts mehr schief gehen. So steht einer schnellen Typveränderung nichts mehr im Wege. Wenn Sie sich eine Haarfärbung nicht zutrauen, aber das Geld beim Friseur trotzdem sparen wollen, fragen sie doch eine Freundin. Die helfen immer gerne und man kann sich gleich über die neuesten Dinge austauschen.

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Wie sie wieder Lust am Job haben können

22. Juni 2009 Keine Kommentare

Sind sie unzufrieden in ihrem Job? Bleiben die Erfolgserlebnisse aus oder fehlt die Motivation? Dann sollen sie sich überlegen, ob sie den richtigen Job haben oder was der Ursprung ihrer Probleme ist. Häufig ist es ja mal der Traumjob gewesen. Durch Stress und Angst vor Kündigung aber eher zum täglichen Graus geworden. Das soll und muss nicht so sein. Trauen sie sich offen über ihre Probleme zu reden. Nur wer Spaß und Lust an seiner Arbeit hat, wird auch Erfolg haben können!
Ein Job ist nicht nur zum Geldverdienen da. Er soll einem zufrieden machen, und das kann man mit Geld nicht kaufen!

Was kann man tun, um wieder Spaß am Job zu haben? Für alle, die das interessiert, hier ein paar Tipps:

Denken sie kreativ!

Bleiben sie locker, und machen sie sich bewusst, dass es für alles eine Lösung gibt. Geht nicht, gibt’s nicht! Nur so werden sie Wege finden, ihrer Kreativität freien Raum zu lassen und auch auf Konzepte stoßen, die überzeugen.

Nutzen sie ihre Stärken!

Überlegen sie genau, wo ihre Stärken liegen und nutzen sie diese. Halten sie sich nicht mit Arbeiten oder Dingen auf, zu denen sie sich quälen müssen oder für die sie einfach kein Talent haben. Das ist verschwendete Energie, die ihnen bei den wichtigen Aufgaben fehlen wird.

Denken sie positiv und bleiben sie optimistisch!

Mit Schwarzmalerei kommt man nicht weit. Lassen sie sich von Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen. Sie sollten vielmehr Ansporn für neue Projekte und Wege sein. Überlegen sie gezielt was zu tun ist, um das gewünschte Ziel zu erreichen. Konzentrieren sie sich darauf! Leben sie nach dem Motto „Heute ist der erste Tag vom Rest meines Lebens“, sie werden sehen, das wirkt Wunder.

Führen sie sich Probleme vor Augen!

Versuchen sie ihre Probleme zu definieren und reden sie darüber. Haben sie zu viele Aufgaben zu bewältigen, dann delegieren sie diese an andere Mitarbeiter – wenn möglich. Setzen sie Prioritäten!

Unzufriedenheit ausdrücken – Probleme ansprechen!

Quälen sie sich nicht durch einen endlosscheinenden Arbeitstag. Versuchen sie ihre Probleme zu formulieren und bieten sie Lösungsvorschläge an. Das kann nicht nur mit den Kollegen, sondern auch mit dem Chef besprochen werden. Aber jammern sie nicht und lassen sie persönliche Dinge außen vor.

Verringern sie den Stress!

Lassen sie sich nicht pausenlos anspannen. Erholung und Pausen braucht jeder. Fehlen das positive Feedback und gute Arbeitsbedingungen, quält man sich nur durch den Job. Gesundheitliche Probleme sind dann das Resultat. Verspannungen und Kopfschmerzen sind die ersten Anzeichen dafür.

Ziehen sie Grenzen!

Seinen sie nicht immer für alles und jeden verantwortlich. Zuviel Hilfsbereitschaft kann sich negativ auf ihr Privatleben auswirken. Lernen sie Nein zu sagen. Denken sie auch mal an ihren Feierabend und freuen sie sich auf Entspannung zu Hause. Jeder Mensch braucht eine Auszeit, um sich wieder erholen zu können und neue Kraft zu schöpfen.

Kein Chef kann einen ausgelaugten Mitarbeiter gebrauchen. Nehmen sie sich diese kleinen Ratschläge einmal zu Herzen. Sollten sie nach all dem trotzdem feststellen, dass es ihnen im Job nicht besser geht, dann sollten sie über einen Jobwechsel konkret nachdenken. Man muss versuchen den Job zu bekommen, der einem liegt und wo man richtig drin aufgeht. Nur ein Job des Geldes wegen, macht auf die Dauer nicht glücklich!

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Brauner Teint durch Sonne, Solarium oder Cremes ?

22. Juni 2009 Keine Kommentare

Mit Beginn der wärmeren Jahreszeit startet die Saison der kurzen Röcke und ärmellosen Shirts. Viele unter uns nehmen dies zum Anlass, um mit gebräunter Haut Farbe zu zeigen. Egal ob durch Besuche im Solarium, Einsatz von Selbstbräunern oder gar Urlaub – eine schöne und gleichmäßige Bräune wirkt einfach gesund und attraktiv. Doch wie empfehlenswert sind die einzelnen Methoden und wie belastend sind diese für unsere Haut?

Sonnenbaden: Auf den Schutz kommt es an

Sonnenbaden, das bewusste Liegen im Sonnenlicht zwecks Aufwärmung des Körpers oder der Bräunung der Haut also, wirkt sich – vor allem nach einer langen Winterzeit – positiv auf unsere Psyche aus. Die im Sonnenlicht enthaltene UVB-Strahlung ist hauptsächlich für die Entstehung der Bräune verantwortlich. Doch der Genuss ist nur in Maßen empfehlenswert, denn ungebräunte Haut zu lange der prallen Sonne auszusetzen kann mitunter fatale Folgen wie z.B. einen Sonnenbrand mit sich bringen. Längerfristig wird dadurch die Gefahr auf Hautkrebs erhöht. Um dies zu verhindern, bietet der Handel eine Reihe von Sonnenschutz-Produkten in Form von Cremes und Ölen an. Darin enthaltene Lichtschutzfaktoren reichen bis zu einem Faktor von 30 und darüber hinaus. Dennoch sollte trotz Verwendung solcher Mittel mit hohem Lichtschutzfaktor die Besonnungszeit nicht übertrieben werden.

Solarium: Künstliche Sonne mit Maß und Ziel

Die Sonne “auf Knopfdruck tanken” ist eine beliebte Alternative zum direkten Sonnenbad. Für viele gehört dies bereits zum Wochenplan. Der Gang ins Solarium ist jedoch keine völlig ungefährliche Möglichkeit, seine Haut zu bräunen. Egal ob unserem Körper UV-Strahlen natürlich oder künstlich zugeführt werden, sie schädigen die Haut und können zu Hautkrebs führen. Messungen in Solarien haben ergeben, dass bei vielen der untersuchten Geräte die Strahlenstärke viel zu hoch ist und bereits zum Sonnenbrand führen kann.
Hier ein paar Tipps für Fans der künstlichen Sonne: Wählen Sie ein Studio, in welchem Ihnen geschultes Fachpersonal bei der Wahl der richtigen Geräte und der geeigneten Dosierung zur Seite steht. Pro Jahr sollten höchstens 50 Sonnenbäder konsumiert werden, natürliche und künstliche mitgerechnet. Die für Ihren Hauttyp empfohlenen Anfangsbestrahlungszeiten sollten Sie unbedingt einhalten! Kosmetika und Parfums sollten bereits einige Stunden vor dem Solariumbesuch entfernt werden. Als weiterer Schutz empfiehlt sich das Tragen einer Schutzbrille aus UV-undurchlässigem Plastikmaterial.

Auch Bräunungscremes haben Vor- und Nachteile

Wer auf Nummer sicher gehen und seine Haut weder einer künstlichen noch natürlichen Sonne aussetzen möchte, kann den gewünschten dunkleren “Teint” durch das Auftragen von Selbstbräunern erreichen. Der in Bräunungscremes enthaltene Wirkstoff Dihydroxyaceton (DHA) ist für die Verfärbung der Haut verantwortlich. Bei einigen Menschen kann dieser Wirkstoff jedoch Allergien auslösen. Vor dem Auftragen einer Bräunungscreme sollte daher auf einer kleinen Hautfläche getestet werden, ob man das Produkt verträgt. Empfehlenswert ist, auf die Produkte von Naturkosmetik-Herstellern auszuweichen. Da sich die menschliche Haut ständig erneuert, hält eine Bräunung mit dieser Methode aber nur maximal fünf Tage an. Probleme bei der Verwendung von Selbstbräunern könnten sich z.B. durch Abfärben auf die Kleidung oder Streifen- und Fleckenbildung auf der Haut ergeben. Und Achtung: Bräunungscremes bieten keinen Schutz vor UV-Licht!

Noble Blässe …

Am gesündesten wäre wohl, die noble Blässe bei zu behalten. Dies lässt sich aber nicht gut mit der heurigen Mode vereinbaren: Zu knallbunter Kleidung sehen gebräunte Arme und Beine eben doch am schönsten aus!

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Entdeckungsreise auf den Schienen Europas

22. Juni 2009 Keine Kommentare

London, Kopenhagen, Rom – alles innerhalb dreier Wochen Urlaub – ist das denn möglich? Die Antwort ist: Ja! Wer möglichst viele Länder und Städte innerhalb kurzer Zeit besuchen und dabei auch die kleinen reizvollen Ortschaften dazwischen kennen lernen möchte, kann sich diesen besonderen Urlaubswunsch mit InterRail erfüllen. Während früher dieses Privileg nur den Jugendlichen zugestanden ist, können heute Europäer aller Altersklassen ihren Kontinent auf Schienen durchqueren.

Ein Hauch von Abenteuer

InterRail-Reisende lieben die Flexibilität und den Hauch von Abenteuer und Freiheit dieser speziellen Art von Reise. Die InterRail-Bahnfahrkarte gibt ihnen die Möglichkeit, ganz Europa zu einem Pauschalpreis mit dem Zug zu erkunden, auszusteigen und zu übernachten, wo immer es ihnen beliebt. Sie treffen Reisende aus ganz Europa – man kommt beim Zugfahren ja doch ins Plaudern, lernen dabei viele neue Menschen kennen und so manche nette Bekanntschaft wird geschlossen.

Seit 35 Jahren am Markt

1972 gründeten 21 europäische Eisenbahngesellschaften InterRail, um jungen Reisenden bis zum Alter von 21 Jahren ein kostengünstigeres Kennenlernen Europas zu ermöglichen. Ein paar Jahre später wurde die Altersgrenze auf 23 Jahre erhöht, 1979 auf 26. 1998 hat man die Altersgrenze überhaupt aufgehoben. Somit ist es seither auch Erwachsenen ab 26 Jahren möglich, gegen einen Aufpreis in den Genuss dieses Pauschalangebotes zu kommen. 1985 wurden einige Fähren ins Angebot aufgenommen, 1994 hat man die Teilnahmeländer in Zonen aufgeteilt. Mit 1. April 2007 übernahm die Eurail-Group das InterRail-Management und hat die Zonenaufteilung wieder aufgelassen.

Stattdessen ermöglicht nun der InterRail Global Pass das Reisen durch alle 30 teilnehmenden Länder (Belgien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Tschechien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Griechenland, Ungarn, Italien, Luxemburg, Montenegro, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Irland, Mazedonien, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweiz, Schweden und Türkei) zu verschiedensten Zeiträumen.

Mit dem InterRail Global Pass durch 30 Länder

Jeder, der seit mindestens sechs Monaten einen festen Wohnsitz in Europa, der Türkei oder der GUS hat, kann InterRail nutzen. Der InterRail Global Pass ist nun nach Abschaffung der Zonenstruktur mit 1. April 2007 für alle teilnehmenden Länder gültig. Es ist möglich, ihn für 5 Reisetage innerhalb von 10 Tagen, 10 Reisetage innerhalb von 22 Tagen, 22 Reisetage oder 1 Reisemonat – letztere beide uneingeschränkt – zu lösen. Je nachdem, ob man unter oder über 26 ist, gestaltet sich die Höhe der Preise. Für 5 Reisetage innerhalb von 10 Gesamttagen zahlt ein jugendlicher Reisender z.B. 159 Euro, ein Reisender über 26 Jahre 249 Euro. Personen über 26 können zudem wählen, ob sie für den Preis von 329 Euro erster anstatt zweiter Klasse reisen möchten. Je nach Reisedauer erhöhen sich natürlich die Preise. So zahlt z.B. ein Jugendlicher für 10 Reisetage innerhalb von 22 Gesamttagen 239 Euro, ein Erwachsener 359 Euro. Erste Klasse: 489 Euro. Für Kinder bis 12 Jahre berappt man übrigens die Hälfte, Kinder bis zum Alter von drei Jahren reisen gratis. Zudem sind die Fährfahrten z.B. zwischen Italien und Griechenland inbegriffen und einige Eintritte in Museen, etc. ermäßigt.

Für Reisende, die lediglich e i n Land bereisen möchten, gibt es den für 3, 4, 6 oder 8 Reisetage innerhalb eines Monats gültigen InterRail One Country Pass. Dieses Ticket ersetzt das „Euro Domino“-Angebot. Die Preislisten sind pro Ländergruppen unterschiedlich. Jugendliche bis 26 zahlen für 3 Reisetage (innerhalb eines Monats) z.B. in England oder Frankreich 125 Euro, Erwachsene ab 26 189 Euro in zweiter Klasse, in erster Klasse 255 Euro. Für 8 Reisetage im selben Zeitraum zahlen unter 26-Jährige 194 Euro, die älteren Reisenden 299 Euro für die zweite Klasse und 404 Euro für die erste Klasse.

Im eigenen Land gilt der InterRail Global Pass übrigens nicht, man bekommt jedoch ermäßigte Tickets fürs Inland. Mögliche Zuschläge für Reservierungen, Hochgeschwindigkeitszüge, Liege- oder Schlafwagentickets sind im Pauschalpreis nicht enthalten und müssen ebenfalls aufgezahlt werden.
Die vollständigen Angebote und aktuellen Preislisten und Online-Buchungsmöglichkeiten finden Reiselustige auf der offiziellen Webseite von InterRail.

Nicht-Europäern wird von Eurail übrigens der Eurail Pass angeboten.

Vorbereitungsmaßnahmen machen Sinn

Zwar verleitet diese flexible Art zu reisen dazu, sich völlig treiben zu lassen, jedoch wird eine gewisse Planung dennoch von Vorteil sein.
Ein grober Routenplan und die rechtzeitige Auskundschaftung von Übernachtungsmöglichkeiten kann nicht nur verhindern, planlos, übermüdet und spät in der Nacht eine Unterkunft suchen zu müssen, sondern auch helfen, einen Überblick über die zusätzlichen Ausgaben für Kost und Logis zu bekommen.
Da man größtenteils aus dem Rucksack lebt, ist zudem eine genaue Auflistung, was unbedingt mitgenommen werden muss und die ernsthafte Überlegung, auf welche Utensilien und Kleidungsstücke verzichtet werden kann, überaus hilfreich.
Sich drei Wochen lang mit einem überschweren Rucksack herum schleppen zu müssen, vermiest ohne Zweifel den immensen Spaß am spontanen Entdecken.

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Joaquin Phoenix – Vom Hippie-Kind zum Superstar

22. Juni 2009 Keine Kommentare

Spätestens seit der erfolgreich verfilmten Biographie „Walk the Line“ ist er jedem aufmerksamen Zeitgenossen ein Begriff: Joaquin Phoenix. Der Schauspieler, der den 2003 verstorbenen Countrysänger Johnny Cash so genial spielte, dass man dabei ganz vergaß, wie der echte Cash denn war, steht schon seit dem zarten Alter von acht Jahren vor der Kamera. Für seine Rollen bereitet er sich oft monatelang vor. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Er spielt die Figuren nicht, er lebt sie!

Hippiefamilie und Nomadenleben

Joaquin wurde als drittes von fünf Kindern am 28. Oktober 1974 in San Juan, Puerto Rico, geboren. Seine Hippie-Eltern John Lee und Arlyn Bottom gehörten eine Zeit lang der Sekte „Kinder Gottes“ an und lebten mit ihren Kindern ein Nomadenleben in den verschiedensten Ländern Mittel- und Südamerikas. Sie unterrichteten ihre Kinder selbst und förderten ihre musischen Talente. Wenn das Geld wieder mal knapp war, musizierten Joaquin und seine Geschwister auf den Straßen. Joaquin nannte sich ab dem Alter von vier Jahren „Leaf“ (Blatt), da seine vier Geschwister ebenso naturverbundene Namen hatten: Rain Joan of Arc, Summer Joy, River und Libertad Mariposa. Ihren Nachnamen änderte die Familie 1977 von „Bottom“ auf „Phoenix“, nachdem sie – angeblich als blinde Passagiere auf einem Frachter – nach Los Angeles gezogen waren. In L.A. erhielten die Phoenix-Sprösslinge über eine Schauspieleragentur erste Rollen in Fernsehserien. Ende der Achtziger Jahre zog die Familie nach Florida, wo sich knapp zuvor die Universal Studios in Orlando niedergelassen hatten. Joaquin konnte im Alter von vierzehn Jahren bereits auf sieben Mitwirkungen an TV-Serien und Filmen zurückblicken.

Früh übt sich: Seine Filmkarriere

Die erste Rolle bekam der achtjährige Joaquin (sprich: Wah-Kin) gemeinsam mit seinem um vier Jahre älteren Bruder River in der TV-Serie „Seven Brides for Seven Brothers“ (1982). Es folgten Rollen in „Backwards The Riddle of Dyslexia“ (1984), „Kids Don´t Tell“ (1985), „Morningstar/Eveningstar“ (1986) und dem Weltraum-Film “Space Camp” (1986). 1987 spielte er mit seiner um vier Jahre jüngeren Schwester Summer und Carol King in „Russkies“, 1988 in „Secret Witness“. Darauf folgend spielte er 1989 unter der Regie von Ron Howard (Regisseur von „Sakrileg – The Da Vinci Code“) in „Parenthood – Eine Wahnsinnsfamilie“ neben Dianne Wiest und Steve Martin. Nach dieser Rolle machte er eine sechsjährige Drehpause (mit Ausnahme von „Walking the Dog“, 1991). Er tingelte etwa drei Jahre lang teilweise alleine, zum Teil mit seinem Vater – die Eltern hatten sich getrennt – durch Mexico, Südamerika und Kuba. Eigenen Angaben zufolge sammelte er in dieser Zeit auch seine ersten Erfahrungen mit Frauen.

Zu Halloween 1993 musste er hilflos zusehen, wie sein Bruder River nach einem Drogenmix vor Johnny Depps Lokal „Viper Room“ zusammenbrach. Joaquins Notruf wurde tagelang in den US-Medien ausgestrahlt. Sein geliebter Bruder, der hoffnungsvolle Schauspieler River Phoenix („Stand by me“, „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“, etc.), starb Stunden später 23-jährig und Joaquin, der sich seit seinem Mexico-Trip wieder von „Leaf“ auf „Joaquin“ umbenannt hatte, gab Hollywood und dem damit verbundenen Umgang und Druck die Schuld an dessen Tod. Er zog sich in der Folge völlig von Hollywood zurück und musste von Freunden 1995 überredet werden, mit Matt Dillon und Nicole Kidman „To Die For“ zu drehen. In dieser Rolle gelang dem 21-Jährigen als Schüler Jimmy, der seine Geliebte (gespielt von Kidman) zum Mord an ihrem Ehemann animiert, der Durchbruch und er kehrte damit zurück ins Rampenlicht. 1997 spielte er neben Liv Tyler und Billy Crudup eine der Hauptrollen in „Die Abbots – Wenn Hass die Liebe tötet“ (1997). An der Seite von Sean Penn, Nick Nolte und Jennifer Lopez verkörperte er 1997 Tobey, einen eifersüchtigen Halbstarken in „U-Turn – Kein Weg zurück“. Es folgte im nächsten Jahr „Clay Pigeons“, in dem er die Titelrolle des „Clay Bidwell“ neben Vince Vaughn spielte. Im selben Jahr folgte ein weiterer Film an der Seite des Schauspielers Vaughn: „Return to Paradise – Für das Leben eines Freundes“. Einen punkigen Pornovideohändler mimte er im Thriller „8mm – Acht Millimeter“ (1999) neben Nicholas Cage.

Zum absoluten Star machte ihn die Rolle als Kaiser Commodus, Sohn des Kaisers Marcus Aurelius, in „Gladiator“ (2000). Für diese Darstellung wurde er u. a. für den Oscar und den Golden Globe als bester Nebendarsteller nominiert. Er war eine Zeitlang in Italien gewesen, um die Mentalität der Italiener zu verstehen und konnte die gewonnenen Kenntnisse wohl gut für seine Rolle gebrauchen. Im Gangsterdrama „The Yards“ spielte er ebenso im Jahre 2000 neben Mark Wahlberg einen korrupten Geschäftsmann. Es folgten die Filme „Quills – Macht der Besessenheit“ (2000), „Buffalo Soldiers“ (2001) und „Ultimate Fights from the Movies“ (2002). Im Science-Fiction-Thriller „Signs – Zeichen“ (2002) schlüpfte Joaquin in die Rolle des Bruders von Graham Hess, gespielt von Mel Gibson. Nach „It´s all about Love“ (2003) lieh er in Disneys Zeichentrickfilm „Brother Bear“ einem Jungen, der sich in einen Bären verwandelt, seine Stimme. Im Action-Drama „Ladder 49 – Im Feuer“ (2005) mimt Joaquin Phoenix einen todesmutigen Feuerwehrmann, der in Lebensgefahr seine Vergangenheit Revue passieren lässt. Ebenso zu diesem Film hat er Vorkenntnisse mitgebracht: Er hatte bei der Feuerwehr in Baltimore gearbeitet. Im Gruselthriller „The Village – Das Dorf“ spielt er in einem von mystischen Kreaturen bedrohten Dorf des Jahres 1897 den rebellischen Lucius Hunt, der mit seiner Neugier furchtbare Geschehnisse auslöst. Eine kleine aber Aufsehen erregende Rolle bekleidete er in dem Drama „Hotel Rwanda“ (2005), in dem es um die abscheulichen Morde am Volk Ruandas geht.

Walk The Line

Einer von Joaquins Beweggründen, diese anspruchsvolle Rolle zu übernehmen war, dass das Drehbuch zu „Walk The Line“ das Beste gewesen sei, das er je gelesen habe. Zum anderen habe die Tatsache mitgespielt, dass sein Freund James Mangold dieses faszinierende Drehbuch geschrieben hatte und in dem Film Regie führte. Als dritten gewichtigen Grund für die Annahme einer derart heiklen Charakterdarstellung, führte er an, Johnny Cashs Musik zu verehren, seit er denken kann.

Johnny Cash (1932-2003), dessen dramatisches Leben in dem Film bis zum Jahre 1968 gezeigt wird, war mit der Darstellung seiner Person durch Joaquin Phoenix durchwegs zufrieden. Der damals schon schwerkranke Folk- und Country-Musiker lud Joaquin kurz vor seinem Tod zu sich nach Hause sein. Für seine Hauptrolle in der autobiographischen Verfilmung hatte Joaquin wie Cash zu singen gelernt, um alle im Film vorgetragenen Songs selbst dar zu bringen. Er hatte sich monatelang auf diese schwierige Rolle vorbereitet, Cashs Stimme, seine Bewegungen und dessen Gitarrenspiel studiert. Er musste in dem Film zudem die Alkohol- und Drogensucht der Country-Legende darstellen und schlitterte dabei selbst in eine Alkoholabhängigkeit, die er nach den Dreharbeiten in einer Suchtklinik therapieren lassen musste.

Joaquin Phoenix hat für seine phantastische Leistung in „Walk The Line“ den Golden Globe als Bester Darsteller erhalten. Ebenso Reese Witherspoon („Natürlich Blond“, 2001/2003) erhielt den Golden Globe für ihre Rolle als Cashs Bühnenkollegin und Angebetete June Carter. Für den Oscar waren beide Schauspieler nominiert, bekommen hat ihn allerdings nur Reese. Ein Umstand, der viele verwundert und manche gar ärgert. Außer Joaquin …

June Carter Cash ist 2003 übrigens nur vier Monate vor ihrem Mann verstorben. Sie haben einen gemeinsamen Sohn: John Carter Cash (1970). Er agierte als ausführender Produzent in „Walk The Line“ und hatte darin eine kleine Nebenrolle.
Joaquins neuester Film wird im Übrigen „We Own The Night“ heißen und 2007 in die Kinos kommen.
Joaquin ganz persönlich

Joaquin Phoenix gilt als sehr zurückhaltend, Kritiken und Auszeichnungen seien ihm zudem egal. Er brauche den Widerspruch, um sich gut zu fühlen. Einzig Country-Sänger Kris Kristoffersons Lob über die Darstellung seines engen Freundes Johnny Cash habe ihn gefreut.

Joaquin Phoenix ist seit seiner Kindheit Veganer, welches bedeutet, dass er es verweigert, tierische Lebensmittel (Fleisch, Fisch, Eier, Butter, Honig, etc.) zu sich zu nehmen. Jegliche Ausbeutung von Tieren wird von der Vereinigung PETA (People for the Ethical Treatment of Animals), bei der er Mitglied ist, abgelehnt. So vermeiden es die Veganer ebenso, aus Tierhaut oder Fell hergestellte Kleidung zu tragen. Seiner Brust wohnt also eine große Tierliebe inne, doch mit sich selbst ist er nicht so zimperlich: Er ist passionierter Kettenraucher. Allerdings habe seiner Meinung nach das eine mit dem anderen nichts zu tun. Stimmt: Der Verzicht der Veganer auf tierische Nahrung resultiert bekanntlich nicht aus gesundheitlichen, sondern eher gesellschaftlichen Motiven.

Die markante Narbe über seiner Oberlippe, die ihm das wilde und zugleich verletzliche Antlitz verleiht, stammt übrigens nicht wie so oft fälschlich behauptet von einer operierten Hasenscharte. Dieser Einschnitt existierte seiner Mutter zufolge in dieser Form bereits bei der Geburt.

Joaquin und die Liebe

Seine Hörner hat er sich angeblich in der Schaffenspause Anfang der Neunziger Jahre abgestoßen. Bis November 1998 war er drei Jahre lang mit der Schauspielerin Liv Tyler („Armageddon“, „Der Herr der Ringe“, etc.) liiert, die er bei den Dreharbeiten zu „The Abbots – Wenn Hass die Liebe tötet“ kennen gelernt hatte. Mittlerweile ist Miss Tyler mit einem britischen Musiker verheiratet und hat mit ihm ein Kind. Kürzlich erst kursierten Gerüchte, Joaquin habe ein Techtelmechtel mit Schauspielerkollegin Eva Mendes („We Own The Night“), die allerdings in einer fixen Beziehung mit einem Regisseur steht. Ein paar Wochen zuvor gab es Berichte über eine Affäre mit der Schauspielerin Kirsten Dunst („Spider Man“, „Marie-Antoinette“, etc.) und lediglich einen Monat davor waren Gerüchte aufgekommen, Joaquin bilde mit der zwölf Jahre jüngeren Pop-Sängerin und Schauspielerin Lindsay Lohan ein Paar. Er scheint die Abwechslung in seinem Liebesleben zu lieben und sich festzulegen ist wohl nicht seine Stärke. Zumindest glaubt er angeblich nicht an die „Liebe auf den ersten Blick“, wie sie Johnny Cash und June Carter erlebten. Er kenne von sich eher das „Begehren auf den ersten Blick“. Liebe könne doch erst mit Kenntnis der Persönlichkeit des anderen entstehen.

Ansonsten ist er ein Mensch, der nichts wirklich leicht nimmt, wie sicher auch seine Freunde Vince Vaughn, Ben Affleck, Russell Crowe oder Matt Damon bezeugen können.

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Oskar Werner – Hollywood-Star zwischen Genie und Melancholie

22. Juni 2009 Keine Kommentare

Er hatte einen melancholischen, geradezu verletzlichen Gesichtsausdruck, einen unaussprechbaren bürgerlichen Namen und ein schweres Gemüt. Er spielte den „Hamlet“ genauso mitreißend wie „Mozart“. Jüngere Semester kennen diesen hervorragenden Mimen womöglich gar nicht mehr. Dabei war er einer der eindruckvollsten Film- und Burgschauspieler des vergangenen Jahrhunderts. Oskar Werner hatte mit seinem besonderen Schauspieltalent gepaart mit seinem Wiener Charme Weltruhm erlangt.

Der blonde und auf eigene Art gut aussehende Werner wurde allgemein als Genie betrachtet. Sein Freund Spencer Tracy bezeichnete ihn als „Besten Schauspieler der Welt“. Sein Charisma und seine als hypnotisch bezeichnete Stimme waren legendär. Sie hatte einen poetischen Klang und strahlte wohl durch die charakteristische Wiener Sprachfärbung eine besondere Faszination aus.

Wiener Wurzeln

Mit dem Namen Oskar Josef Bschließmayer wurde er am 13.11.1922 in Wien geboren. Er wuchs in einfachen Verhältnissen in Gumpendorf bei Wien auf. Sein Vater war Versicherungsangestellter. Seine Eltern ließen sich scheiden, als Oskar sechs war. Der Junge wuchs bei seiner Mutter auf, die in einer Hutfabrik arbeitete. Theaterbegeistert von Jugend an, entschied er sich nach einem Technikum für den Schauspielberuf und nahm ein wenig Unterricht bei dem Burgschauspieler Helmuth Krauss, der 1948 eine Schauspielschule in Wien gründete, die heute noch besteht.

Steile Theater- und Filmkarriere

1941 wurde der erst 19-jährige Oskar Werner am Wiener Burgtheater engagiert. In der zweiten Hälfte der 40-iger Jahre spielte er eine Vielzahl von Rollen an den verschiedensten Theatern Wiens. Ab 1948 war er schon in zahlreichen Kinofilmen zu sehen. 1948 spielte er etwa im Film „Der Engel mit der Posaune“ in einer Nebenrolle einen jungen fanatischen Nationalsozialisten. Später sollte er solche und ähnliche Rollen rigoros ablehnen. 1949 wurde er fristlos aus dem Burgtheater entlassen, als er unerlaubt zu Dreharbeiten nach London abgereist war. Er spielte im selben Jahr Beethovens Neffen im Film „Eroica“.

1950 unterzeichnete er in Hollywood einen 7-Jahres-Vertrag bei 20th Century Fox – den er 1951 angeblich aufgrund derer Bevormundung vor den Augen der machtgewohnten Studiobosse zerriss. Trotzdem wurde er im Laufe der Fünfziger Jahre als Theater- und Filmschauspieler zu einem der führenden Darsteller der damaligen Zeit. In „Der letzte Akt“ (1955) spielte er etwa die erfundene Figur des Hauptmanns Wüst, der Hitler in den letzten Tagen im Führerbunker von seinen wahnsinnigen Vorhaben abhalten wollte. Am Schluss des Films wird Wüst als Verräter erschossen. Marlon Brando soll sich diese Todesszene unzählige Male zu Studienzwecken angesehen haben. Ebenso 1955 mimte Oskar Werner in „Mozart“ den genialen Komponisten unbeschreiblich eindrucksvoll. Es sollte allerdings sein letzter in Österreich gedrehter Film sein.

Bei der feierlichen Eröffnung des Wiener Burgtheaters im Jahre 1955 gab er den „Don Carlos“ und feierte damit den Höhepunkt seiner Theaterkarriere. Es folgten Filme wie etwa „Lola Montez“, „Spionage“ und „Ein gewisser Judas“ (1958). 1959 kehrte er wieder völlig zurück ans Wiener Burgtheater, stieg aber 1962 – diesmal freiwillig – wieder aus. Der internationale Filmdurchbruch gelang ihm mit dem Kultfilm von Francois Truffaut „Jules und Jim“ (1962). Neben Weltstars wie Vivien Leigh, Lee Marvin und Heinz Rühmann gelang ihm ein weiterer Erfolg mit dem Film „Das Narrenschiff“ (USA, 1964). Dafür wurde Oskar Werner als bester Darsteller für den Oscar nominiert und er erhielt ferner den Golden Globe, den New York Film Critics-Award und einen französischen Filmpreis. Er soll über seine Rolle als Schiffsarzt in diesem Film gesagt haben: „Sie ist zwar nicht allzu groß, kommt aber meinem Charakter ungemein entgegen. Ich weiß, was Melancholie ist.“

In „Der Spion, der aus der Kälte kam“ (1965) lieferte sich die Leinwandgröße ein packendes darstellerisches Duell mit Richard Burton. 1966 war er in „Fahrenheit 451“ als Feuerwehrmann „Montag“ in einer weiteren Verfilmung von Francois Truffaut zu sehen. 1968 mimte er in „Interlude“ einen verliebten Dirigenten. Einen zweifelnden Priester spielte er neben Anthony Quinn in dem Streifen „In den Schuhen des Fischers“. Ab 1968 lehnte Oskar Werner sogar hochklassige Rollenangebote wie z.B. von Stanley Kubrick für „Napoleon“ ab. Es wird behauptet, er habe insgesamt dreihundert Rollenangebote ausgeschlagen. Sie seien allesamt ein „Verrat an gutem Geschmack“ gewesen. Er hatte beispielsweise zwar 1948 einen fanatischen Nationalsozialisten gespielt, verweigerte aber später Rollen, in denen er Nationalsozialisten in sympathischem Licht darstellen sollte. Nachdem er seinem Freund Stanley Kramer verweigert hatte, einen solchen in „Das Geheimnis von Santa Vittoria“ darzustellen, hat diese Rolle übrigens Hardy Krüger angenommen. Ebenso eine Rolle als Richard Wagner in „Ludwig II.“ verschmähte der Bühnenkünstler, da er – wie er offen gestand – Wagner hasste. Er war zudem rundweg gegen das damals gerade aufkommende Regietheater. Für ihn waren Schauspieler und die Dichtung die oberste Instanz. Der Star behauptete von sich selbst: „Ich bin ein Unbestechlicher“ und habe sich zwei Luxusartikel stets geleistet: Zeit und Charakter.

Ab den Siebziger Jahren führte er umfangreiche und sehr gut besuchte Rezitationstourneen durch die deutschsprachigen Länder und die USA durch. 1975 nahm er eine Gastrolle als Mörder in einer „Columbo“-Folge an. 1976 drehte er seinen letzten Film: „Reise der Verdammten“.

Seine auf CD erhältlichen Dichterlesungen von Heine, Rilke, Weinheber und Co. verkaufen sich im Übrigen gegenwärtig sehr gut.

Frauen und Wahlheimat Liechtenstein

„Frauen sind die besseren Menschen“, so Oskar Werner. Im Wiener Burgtheater lernte er die zwölf Jahre ältere Kammerschauspielerin Elisabeth Kallina kennen. Der junge Darsteller machte ihr auf der Bühne einen Heiratsantrag und sie heirateten 1944. Im selben Jahr kam ihre Tochter Eleonore zur Welt. Frau Kallina war Halbjüdin und nachdem er im Dezember 1944 desertiert hatte, versteckte er sich mit ihr und der kleinen Tochter im Wiener Wald. Sie blieben trotz der späteren Scheidung weiterhin eng befreundet.

Der Schauspieler zog nach seiner vorzeitigen Vertragsauflösung 1951 von Hollywood nach Triesen (Liechtenstein). Er kaufte sich Land und baute ein kleines Haus, das er über die Jahre immer mehr erweiterte. 1954 heiratete er Anne Power, die Stieftochter des Hollywood-Stars Tyrone Power, der der leibliche Vater der Sängerin Romina Power war. 1966 kam sein Sohn Felix auf die Welt, dessen Mutter das US-Fotomodell Diane Anderson war. Seine langjährige Lebensgefährtin bis zu seinem frühen Tod war die gleichaltrige deutsche Schauspielerin Antje Weisgerber. Sie zog sich ihm zuliebe von 1970 bis 1979 gänzlich aus ihrem Beruf zurück. Dem breiten Publikum ist die sympathische Mimin durch ihre Rolle in der Serie „Der Landarzt“ bekannt.

Elisabeth Kallina und Antje Weisgerber waren miteinander gut befreundet und verstarben zufällig beide im September 2004, zwanzig Jahre nach Oskar Werners Tod.
Kallina wurde 94, Weisgerber 82.

Melancholie und Genie

„Mein Leben ist unendlich schwer – immer gewesen…“, sinnierte Oskar Werner einst. Er war eine sensible Persönlichkeit, innerlich zerrissen und wurde oft als schwierig und exzentrisch beschrieben. Er war ein überzeugter Pazifist und lag im Krieg nach einem Bombenangriff drei Tage unter den Trümmern. Seine Lebensgefährtin Antje Weisgerber vermutete darin den Auslöser der manischen Depression, unter der er seither zeitlebens gelitten hatte. Gerade diese Melancholie schien ihn aber zu diesem glanzvollen Schauspieler zu machen.

Von Kindheit an fühlte er sich dem jüdischen Volk hingezogen. Seinen teils deutschnationalen Lehrern sagte er schon damals unmissverständlich, dass er nicht viel von ihnen hielt. Diese Direktheit machte es ihm aber klarerweise damals nicht leicht. Viele seiner Filme zu dem Thema Juden und Nationalsozialismus verschafften Oskar Werner zahlreiche Verehrer in Israel.

Er liebte die Einsamkeit in seinem Triesener Haus und die absolute Anonymität, die er dort mit seinen zigtausenden Büchern genießen konnte. Das Tor zu seinem Grundstück zierte ein Schild mit der Aufschrift: „Gewähret, dass ich ersuche: Bitte keine unangemeldeten Besuche!“ Oskar Werner kochte außerdem für sein Leben gern. Er verjagte jeden Eindringling, ob Sekretärin oder Lebensgefährtin, mit den Worten „Hier bin ich der Kapitän!“ aus seiner Küche.

Seine letzten Lebensjahre waren von Depressionen und Alkoholproblemen gezeichnet. Er starb am 23.10.1984 im Alter von 61 Jahren in einem Hotel in Marburg an der Lahn vor Beginn einer Rezitationstournee durch Deutschland an Herzversagen. Schon zu Lebzeiten sorgte er für eine Beisetzung in Triesen.

Aufregung gab es vor etwa eineinhalb Jahren, als bekannt wurde, dass im Triesener Friedhofreglement festgelegt ist, dass Gräber samt Grabsteinen nach 20 Jahren aufgelöst werden können. Medien und Fans haben ob dieser Tatsache aufgeschrieen. Eine Diskussion folgte, wie man verhindern könne, dass die sterblichen Überreste dieses unvergesslichen Künstlers in einem Massengrab landen. Bislang ist seine letzte Ruhestätte jedoch noch nicht angerührt worden.

Doch wer weiß: Vielleicht hat ja Oskar Werner diese Vorschriften gekannt und mit Absicht diesen Friedhof gewählt? Denn die Anonymität hatte er immerhin schon zu Lebzeiten geliebt…

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Daniel Craig

22. Juni 2009 Keine Kommentare

Sein Leben

Daniel Wroughton Craig wurde am 2. März 1968 in Chester, England, als Sohn eines Stahlarbeiters und einer Kunstlehrerin geboren. Er wuchs in dem künstlerischen Umfeld seines Stiefvaters Max Blond in Liverpool auf. Mit 16 Jahren zog er nach London, um sich dem National Youth Theatre anzuschließen. Craig absolvierte, wie auch seine Schauspielkollegen Ewan McGregor und Joseph Fiennes, seine Schauspielausbildung in der Kunsthochschule Guildhall School of Music and Drama. Anschließend trat er in unterschiedlichen Theaterstücken auf, wie auch in dem legendären ‚Old Vic’.

Seine Karriere

1992 begann er auch seine Filmkarriere mit einer Nebenrolle in dem Filmdrama ‚Im Glanz der Sonne’ von John G. Avilsens. Sein Bekanntheitsgrad erhöhte sich mit der Hauptrolle in der neunteiligen Miniserie ‚Our Friends in the North’. Daraufhin trat er in Produktionen wie ‚Elizabeth’ und ‚The Trench’ auf. Diese verliehen ihm auch internationale Bekanntheit und so bekam er auch Rollen in kommerzielleren und künstlerischen erfolgreichen Filmen wie etwa ‚Lara Croft: Tomb Raider’ oder ‚Road to Perdition’.

2004 erhielt er auch den europäischen Filmpreis für seine Rolle in Roger Michells‚ Die Mutter’ und feierte noch im selben Jahr einen großen Erfolg mit dem britischen Film‚ Layer Cake’. Ein Jahr darauf engagierte Steven Spielberg Craig für die Hauptrolle des jüdischen Agenten in ‚Munich’ (München). Weitere Filme: Elizabeth (1998), Ich träumte von Afrika (2000) und Sylvia (2003).

Craig und die Medien

In seiner neuesten Rolle will sich der 38-jährige hart, unberührbar und nackt geben. Die Kritik, vor allem von eingefleischten Bond-Fans, scheint ihm zugesetzt zu haben. Das Gerücht, dass ihm gleich beim Dreh der ersten Prügelszene zwei Zähne ausgeschlagen wurden und ein Arzt aus London eingeflogen wurde, verstärkt die Kritik ebenso, wie das Gemunkel um seine Unfähigkeit, mit der Gangschaltung des neuen 007-Wagens nicht umgehen könne, zunehmend. Von vielen Seiten als zu weich und ekelig kritisiert, garantieren seine Produzentin Barbara Broccoli und seine Kollegin Judi Dench (Sie spielt die Bond-Chefin ‚M’), dass dies keineswegs der Fall sei. „Seine Zähne sind ok, sein Fahrstil ist ok, er hat keinen Sonnebrand und Angst vor Wasser hat er auch nicht. Wir sind dieses Theater um die Neubesetzung jedes neuen Bonds bereits gewöhnt.“ (B. Broccoli)

Die Aufregung um Daniel Craig als neuen Bond ging so weit, dass ihm die britische Boulevardblätter den Spitznamen James Bland gaben, was soviel wie James Langweilig bedeutet. Doch Ex-Bond Pierce Brosnan, Sean Connery und Roger Moore verteidigen ihren neuen Nachfolger ebenso, wie die beiden Bond-Bösewichte Christopher Lee und Toby Stephens. Doch nicht nur die Prominenz gibt ihm Rückendeckung. Auch viele James Bond-Fans sehen in Craig die Chance zur Rückkehr zu den Originalromanen von Ian Fleming.

Craig Privat

In seinem Privatleben schien sich eine Zeit lang auch einige Prominenz herumzutreiben. Zeitweise mit der deutschen Schauspielerin Heike Makatsch erblickt, soll er auch eine Beziehung mit dem Fotomodell Kate Moss gehabt haben. Die Tatsache, dass sich Craig sehr bei den Produzenten des neuen James Bond-Films eingesetzt hat, um für Sienna Miller die Rolle des Bond-Girls zu bekommen, ließ die Medien aufhorchen. Die Modelfreundin von Kate Moss soll im vergangenen Jahr mit Daniel eine zweiwöchige Affäre gehabt haben. Außerdem soll er auch eine Tochter aus einer früheren Beziehung haben.

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Schöne neue Fernsehwelt mit DVB-T?

22. Juni 2009 Keine Kommentare

Mit DVB-T soll alles besser werden. Aber was versteckt sich hinter der Abkürzung? Ist DVB-T wirklich das neue Überallfernsehen? Hat mein alter Fernseher ausgedient? Muss ich jetzt mehr Gebühren zahlen? Und kann nicht einfach alles bleiben wie es war? Der Artikel gibt Antworten auf diese und andere Fragen.

Zunächst einmal zum Begriff selber: DVB ist das Kürzel für Digital Video Broadcasting, also Digitale Fernsehausstrahlung. Das -T dahinter steht für terrestrisch. Terrestrischer Empfang bedeutet nichts weiter, als dass die Ausstrahlung über Funktürme erfolgt und der Empfang über eine Zimmer- oder Hausantenne. Daneben gibt es auch noch die Sendestandards DVB-S (via Satellit), DVB-C (für Kabelempfang) oder DVB-H (für mobile Geräte wie Handys).

Was bringt mir DVB-T?

Der zunächst wichtigste und einleuchtendste Punkt ist wohl die neue Programmvielfalt. Durch die Umstellung von analoger auf digitale Ausstrahlung können über die vorhandenen Übertragungskanäle statt einer Hand voll Sender über 20 ausgestrahlt werden. Bedingung für den einwandfreien Empfang ist ein Zusatzgerät, eine so genannte Set-Top-Box, die von allen namhaften Herstellern angeboten wird – schon ab 70 Euro ist der Sprung in die digitale Fernsehwelt möglich. Dieses kleine Gerät wird zwischen Antenne und Fernseher geschaltet und decodiert die digitalen Signale für auch für ältere TV-Geräte. Mehr Programme sind schön.

Gibt’s sonst noch was?

Bei DVB-T werden nicht nur Bild und Ton übertragen, auch zusätzliche Informationen finden noch Platz. Dadurch kann zum Beispiel ein elektronischer Programmführer (EPG = Electronic Programme Guide) empfangen werden, der die Fernsehzeitschrift überflüssig macht. In Zukunft sollen auch Spiele und andere interaktive Dienste über DVB-T möglich sein, so dass der Zuschauer aus seiner bisherigen passiven Rolle in eine aktive wechseln kann.

Ein weiterer Vorteil von DVB-T ist die Tatsache, dass sich jeder moderne PC zu einem Fernseher mit digitalem Videorekorder aufrüsten lässt. Dazu reicht schon ein günstiger DVB-T USB-Stick. Je nach Ausstattung und Zusatzsoftware verwandelt man seinen PC so in einen Fernseher mit digitalem Videorekorder und kann seine Lieblingssendung einfach aufzeichnen und Werbung problemlos aus Spielfilmen herausschneiden. Viele moderne Computer haben auch schon eine TV-Karte für DVB-T-Empfang eingebaut.

Kann ich nicht einfach weiter analog fernsehen?

Das analoge terrestrische Fernsehen hat in den letzten Jahren gegenüber dem Kabel- und Satellitenfernsehen immer mehr an Boden verloren: zu wenig Programme, zu wenig Möglichkeiten. Mit DVB-T wird terrestrisches Fernsehen wieder zu einer attraktiven Alternative. Für das analoge Fernsehen bedeutet das allerdings das Aus. In den nächsten Jahren werden immer mehr analoge Sender abgestellt werden – auch, um Übertragungsfrequenzen für immer mehr digitale Sender freizugeben. Denn das Frequenzspektrum reicht nicht aus, um analog und digital zugleich in vergleichbarer Qualität zu senden. Darum wird das digitale terrestrische Fernsehen das analoge Schritt für Schritt ablösen.

Fazit:

Die Zukunft des Fernsehens ist digital – (fast) überall Momentan ist DVB-T noch nicht in ganz Deutschland in ausreichender Signalstärke zu empfangen. In Ballungsräumen und Großstädten reicht meist eine kleine Zimmer- oder Stabantenne, in Randgebieten hingegen ist eine Dachantenne erforderlich. Und einige weiße Flecken auf der Sendekarte gibt es auch noch. Doch auf lange Sicht führt kein Weg an DVB-T vorbei, wenn man eine Alternative zu Kabel- oder Satellitenfernsehen sucht. Und beim mobilen Empfang unterwegs ist das digitale (fast) Überallfernsehen mit seinen neuen Möglichkeiten wirklich ungeschlagen.

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HDTV – Das Fernsehen der Zukunft?

22. Juni 2009 Keine Kommentare

Die Technik schreitet unaufhaltsam voran – besonders in der Unterhaltungselektronik. Neue Bildschirmtechniken und digitale Frequenzen ermöglichen immer besseren Seh-Genuss. Zu den neuesten Trends zählt HDTV, das auch häufig als Fernsehen der Zukunft beworben wird. Doch was verbirgt sich hinter diesen vier Buchstaben? Und ist es wirklich so neu, wie wir denken?

Die Zukunft ist digital, darüber sind sich alle einig. Ob bei Kameras oder anderen Unterhaltungsmedien, überall liest man davon, dass veraltetet Analog-Techniken endlich ausgedient haben. In diesem Zusammenhang taucht auch immer wieder die Abkürzung HDTV auf, die ein besseres Fernsehen verspricht. HDTV steht dabei für High Definition TV und bezeichnet einen weltweiten digitalen TV-Standard, der im Breitwand-Format mit scharfen Konturen, satten Farben und einer beeindruckenden Tiefenschärfe die Augen der Zuschauer verwöhnt.

Das sind viele Versprechen, die dem Verbraucher gemacht werden. Doch worauf begründen sich diese Versprechen? Derzeit ist bei uns in Europa bei Fernsehgeräten der PAL-Standard verbreitet. Er verfügt über eine Auflösung von 576 Zeilen vertikal und 720 Linien horizontal, sowie eine 50 Hz Bildwiederholrate. Im amerikanischen Raum hingegen ist der NTSC-Standard verbreitet, der unserem sehr ähnelt, aber eine nicht ganz so gute Qualität aufweist.

Schlauer sind wir jetzt aber noch nicht unbedingt, denn mit diesem Fach-Chinesisch wissen wohl die wenigsten etwas anzufangen. Fakt ist allerdings, dass die Auflösung wohl der Schlüssel zum Fernsehgenuss ist, denn die Auflösung bestimmt den Detailreichtum des Bildes. Dann gibt es noch die Bildwiederholfrequenz, die für ein flimmerfreies Bild zuständig ist. Die Angabe der Hertz-Zahl sagt dabei aus, wie oft pro Sekunde ein Bildsignal geliefert wird.

Beim europäischen PAL-Standard sind es 50 Hz, sprich pro Sekunde werden 50 Bildsignale übermittelt. Die Signale sind allerdings nicht mit Bildern gleichzusetzen, denn der PAL-Standard beinhaltet außerdem das Halbbildverfahren und sendet so nur 25 Bilder pro Sekunde, da immer nur jede zweite Bildzeile verändert wird. Wir sehen also 50 Mal in der Sekunde ein halbes Bild. Zum Glück haben wir aber träge Augen und außerdem leuchten die Bildpunkte immer etwas nach, so dass die verzehrten Bilderhälften für uns zu einem ganzen Bild verschmelzen. Das Verfahren bezeichnet man dann als ‚interlaced’ – alternativ spricht man dann noch von ‚progressive’ wenn volle Bilder angezeigt werden.

Bei HDTV gibt es theoretisch vier verschiedene Formate:

  • t20p (progressive)
  • 1080i (interlaced)
  • 1125i (interlaced)
  • 1250i (interlaced)

Wir sprechen hier von der Theorie, da man sich bisher noch nicht darüber geeinigt hat, welches Format sich durchsetzen soll. Im Gespräch sind bisher das Format 720p und 1080i. Die Produktions- und Sendehardware, sowie die Empfangsgeräte sind bis auf einige wenige Ausnahmen auf beide Formate ausgelegt. So müssen die Anschaffungen für HDTV mit ein bisschen Glück nicht zweimal vorgenommen werden.

Die Anschaffungen sind es übrigens auch, die heute noch vielen Kopfzerbrechen bereiten. Damit man die Qualität von HDTV nämlich auch wirklich nutzen kann, sind besonders auf Seiten der Programm-Anbieter einige Investitionen notwendig. Kameras, Tonträger und auch Übertragungstechniken müssen hier für viel Geld auf den neuesten Stand gebracht werden.

Aber auch im privaten Bereich, also beim Zuschauer, sind oft Neuanschaffungen von Nöten. HDTV kann zwar theoretisch über Kabel und Satellit empfangen werden, aber aufgrund der geringen Bandbreite im Kabelnetz ist noch nicht sicher, ob ein Kabelempfang wirklich möglich ist. Besitzer von Sat-Anlagen, solange diese schon digital sind, haben hier also bisher die Nase vorn.

Neben der digitalen Sat-Schüssel benötigt man zum Empfang von HDTV als erstes einen DVB-S-Receiver, der HDTV-fähig ist. Hinzu kommt, dass nicht jeder normale Fernseher HDTV verarbeiten kann. Also muss auch das Display HDTV-tauglich sein. Auch hier könnten es zwar wieder 16:9- oder Rückprojektions-Fernseher sein, die man einsetzen kann – in der Praxis setzen sich allerdings Plasma-, LCD-Fernseher und Projektoren durch. Die Industrie nutzt das aus und bewirbt viele Fernseher mit dem Zusatz ‚HDTV-tauglich’, aber das entspricht nur selten der Wahrheit.

Aus diesem Grund hat im Januar 2005 die in Brüssel ansässige EICTA (European Information & Communications Technology Industry Assocciation) die Spezifikationen für ein HDTV-Gütesiegel veröffentlicht, das die Bezeichnung ‚HDTV-Ready’ trägt. Auch ASTRA, der große europäische Satelliten-Betreiber, möchte die Fernsehzuschauer nicht hinters Licht führen lassen. Deshalb wurde schon im Jahr 2004 das ‘European HDTV-Forum’ ins Leben gerufen, das ebenfalls ein Logo als Erkennungszeichen für HDTV-fähige Geräte vergibt.

So sollen die Zuschauer also für die neue Technik gewappnet werden, die eigentlich aber gar nicht so neu ist. Bereits Ende der 80er Jahre hat die EU-Kommission eine Entscheidung zur baldigen Einführung von HDTV getroffen. Steuergelder in großer Höhe wurden als Fördermittel in ein Projekt gesteckt, das allerdings auf die analoge Technik vertraute. Als irgendwann bemerkt wurde, dass man ohne Digital-Technik nicht wirklich weiter kommt, waren die Gelder aufgebraucht und das Projekt wurde eingestampft. Nach dieser Pleite traute sich dann niemand mehr an das Thema heran.

In der bis heute verstrichenen Zeit wurde der HDTV-Standard allerdings schon weltweit (bis auf Afrika) erfolgreich eingeführt. In der ganzen Welt senden schon jetzt viele bedeutende Fernsehsender in der neuen Qualität. Europa hinkt dem ganzen noch ziemlich hinterher, doch Experten nehmen an, dass bei uns spätestens zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 der Durchbruch beim HDTV erfolgt. Schon allein um die Spiele international vermarkten zu können, muss die Aufnahme in HDTV erfolgen – und das nutzen dann bestimmt auch viele Fußball-Fans auf und bringen ihr ‚Heimkino’ auf den neuesten Stand.

Zukünftig werden wir also nicht um die HDTV-Technik herum kommen. Hoffentlich sieht das auch die Industrie ein und senkt die Preise für Empfangsgeräte und Displays so, dass sich die Geräte auch schnell verbreiten. Denn was nützt die schönste Technik, wenn sie sich keiner leisten kann?

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Italienische Küche

22. Juni 2009 Keine Kommentare

Leise trällert Placido Domingo „Nessun dorma“ von Puccini im Hintergrund, der Tisch ist wunderschön angerichtet mit Kerzen, dem guten Geschirr und ein paar Weingläsern. Und ein herrlicher Duft macht sich breit im Zimmer. Die Musik, das gedämpfte Licht – es ist fast so wie in dieser Pizzawerbung aus dem Fernsehen. Ein kleinwenig Urlaubsstimmung kommt auf.

Wer Italien liebt, liebt auch die italienische Küche. Aber was ist das besondere an der italienischen Küche? Warum werden den Italienern – gleich den Franzosen – kulinarische Hochgenüsse nachgesagt?

Beim Essen geht es den Italienern nicht nur ums Sattwerden, vielmehr ist Essen für sie ein kommunikatives Erlebnis – ein Ausdruck von Lebensfreude. Die entspannte Lebensweise ist sicher ein Grund dafür, dass die Bewohner der Mittelmeerregion nicht so häufig an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden wie wir. Die mediterrane Küche ist traditionell leicht, bekömmlich und abwechslungsreich.

Ein wichtiger Teil ist die Verwendung von frischen Kräutern. Je frischer, umso besser, egal ob Basilikum, Oregano oder Majoran – um nur ein paar zu nennen. Hochwertiges, kalt gepresstes Olivenöl ist ebenso ein grundlegender Bestandteil der italienischen Küche, und wir wissen alle, dass es reich an ungesättigten Fettsäuren ist. Die Verwendung von frischem Obst und Gemüse ist wohl ebenso ein Merkmal der italienischen Küche, und ein Grund warum sie uns nicht nur gut bekommt, sondern auch außerordentlich gut schmeckt. Die meisten Gerichte sind im Prinzip sehr einfach herzustellen – und finden deshalb besonderen Anklang in der Küche gestresster Mütter.

Ein italienisches Menü beginnt in der Regel mit Antipasti – die italienische Vorspeise. Dafür eignen sich fast alle Gemüsesorten wie Paprika, Tomaten, Zucchini, Pilze oder Bohnen, welche in Öl mit Gewürzen eingelegt oder einfach in Öl gebraten werden. Dann kalt servieren. Kleine Häppchen und leckere Snacks eignen sich ebenso als Antipasti. Ein Vorschlag wäre hierfür Bruschetta mit Tomate: Dafür wird zunächst Ciabatta in Scheiben geschnitten und im Toast oder auf dem Grill hellbraun geröstet. Inzwischen überbrüht man Fleischtomaten mit kochendem Wasser, zieht die Schale ab und befreit sie von den Kernen. Das Fruchtfleisch wird fein gewürfelt. Nun schneidet man Lauchzwiebeln in feine Ringe und mischt diese unter die Tomatenwürfel. Mit Oregano, frischen Basilikum, Pfeffer und Salz würzen. Die warmen Ciabattascheiben werden mit einer halbierten Knoblauchzehe ab¬ge¬rieben und mit etwas Olivenöl bestrichen. Die Tomatenmischung dünn auf die Ciabattascheiben streichen und möglichst warm servieren.

Danach geht es ganz entspannt an den Hauptgang, sei es nun eine Pizza, Pasta oder frischer Fisch. Hier ein Beispiel für ein Hauptgericht für vier Personen: 250 g Garnelenschwänze, 2 Schalotten, 2 EL Olivenöl, 4 Knoblauchzehen, 3 kleine Zucchini, 2 rote Chilischoten, Basilikum, 2 EL Brandy oder Cognac, 100 g Sahne, Salz, Pfeffer, 400 g feine Bandnudeln. Die Garnelen gibt man in eine Schüssel und überbrüht sie mit kochendem Wasser, nach einer Minute abgießen und mit kaltem Wasser abspülen. Schalotten fein würfeln und in Öl andünsten, fein gehackten Knoblauch zufügen. Die Zucchini längs in kurze, dünne Stifte schneiden. Kurz mitdünsten. Chilis fein würfeln und hineinstreuen, Basilikum schneiden und mitköcheln lassen. Die Garnelen noch hinzufügen, zwei Minuten dünsten, salzen und pfeffern. Mit Cognac aufgießen, sofort anzünden und abbrennen lassen. Die Sahne dazugeben und kräftig aufkochen lassen. Schließlich mit etwas Nudelwasser zur gewünschten Konsistenz bringen. Die tropfnasse Pasta untermischen, auf vorgewärmten Tellern anrichten und mit Basilikum garnieren.

Ob Pasta mit Sauce, Pizza lecker belegt oder als Calzone, Risotto mit Meeresfrüchten oder Pilzen – es ist für jeden Geschmack etwas dabei – von einfach bis teuer und extravagant. Die Italiener sind Genießer, und das merkt man an ihrer Küche. Der wichtigste Eiweißlieferant in der Mittelmeerregion ist übrigens Fisch. Auch hier gilt „je frischer, umso besser“.

Und was passt besser zu Pasta & Co als ein Gläschen Rotwein? In Maßen genossen ist er Medizin und wirkt sich äußerst positiv auf Herz und Kreislauf aus. Grund dafür sind die darin enthaltenen Polyphenole, welche das LDL-Cholesterin unschädlich machen, durchblutungsfördernd wirken – und sogar die Entstehung von Tumoren hemmen können.

So, nun haben wir den Hauptgang hinter uns, wir kommen zum Dessert – Paradebeispiel: Das Tiramisu. Von all den italienischen Süßspeisen ist mir diese mit Abstand die Liebste, und ganz leicht herzustellen. Die Zubereitungsart ist sehr unter¬schiedlich und hat zumeist mit dem Original nicht mehr viel zu tun. Um einer Salmonellen¬vergiftung vorzubeugen, bevorzuge ich das Beimengen von Eierlikör anstatt von rohen Eiern. Dafür erspare ich mir jede weitere Zugabe von Alkohol, und es schmeckt meines Erachtens genauso gut. Das Original jedoch stellt man so her: Für die Zabaione – eine Wein¬schaum¬creme – 2 Eigelb, 4 EL Zucker, 4 EL Marsala – das ist ein sizilianischer Wein – in eine Schlagschüssel geben und im heißen Wasserbad steif schlagen. 200 g Mascarpone mit 3 Eigelb, 2 EL Zucker, Vanillemark und 2 EL Marsala gut verrühren. Die Zabaione unterheben. Zehn Löffelbiskuits mit Espresso tränken, in eine Form legen, die Creme darüber geben und dick mit Kakao bepudern. Im Kühlschrank ein paar Stunden ruhen lassen.

Abschließend kann ich die italienische Küche nur empfehlen. Sie ist abwechslungsreich, enthält viele Vitamine, und macht richtig gute Laune. Die meisten Zutaten bekommt man heutzutage in jedem Supermarkt und somit sind sie für jedermann leicht erhältlich. Dazu noch das richtige Ambiente gezaubert, ob nun zu zweit, oder mit Freunden, die einem dann beim netten Plausch kochen helfen – und das bloße Kochen zur Nahrungsaufnahme wird zum genussvollen Erlebnis. In diesem Sinne: Buon appetito!

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Ingwer – scharfe Wurzel

22. Juni 2009 Keine Kommentare

Mit dem gestiegenen Interesse an Asien, Ayurveda und orientalischer Küche ist eine unscheinbare Wurzel als Küchengewürz ins Blickfeld gerückt: Ingwer. Zingiber officinale, wie die Pflanze lateinisch genannt wird, stammt aus Südostasien und wird seit der Antike in der asiatischen wie indischen traditionellen Medizin und als schmackhaftes Gewürz in der Küche verwendet.

Heutzutage wird Ingwer auch beispielsweise in Brasilien und Afrika angebaut, mit etwas Glück kann man die dekorative Pflanze mit den schilfartigen langen schmalen Blättern und gelben Blüten auch in einem Blumentopf auf dem heimischen Balkon selbst aus einem Wurzelspross ziehen.

Die frische Wurzel ist knollig und verzweigt. Sie hat eine hellbraune Rinde, das Mark ist hellgelblich. Die Ingwerwurzel ist reich an ätherischen Ölen. Sie verleihen dem Ingwer einen leicht zitrusartigen Duft, eine brennende Schärfe und Heilkräfte. Die so genannten Gingerole, harzige Bestandteile, erzeugen den scharfen Geschmack.

Ingwer stärkt das Immunsystem und hilft bei Übelkeit, die von verschiedenen Ursachen herrührt. So kann Ingwer beispielsweise bei Schwangerschaftsübelkeit eingesetzt werden, zählt zu den am besten wirkenden Mitteln gegen Seekrankheit oder Übelkeit beim Autofahren (Reisekrankheit) und hilft sogar gegen Schwindelgefühle.

Im Fernen Osten schätzt man Geschmack und Heilkraft der Ingwerwurzel schon seit mehr als 3.000 Jahren. Die Wunderknolle enthält nicht nämlich nicht nur leckere Geschmacksstoffe, sondern ist reich an Mineralien und Vitaminen.

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) rechnet Ingwer dem Element Metall zu und nutzt ebenfalls seine wärmenden Eigenschaften. Er soll Lungen- und Dickdarmmeridian sowie das Nieren-Yang stärken.

Dank seiner kreislaufstimulierenden, wärmenden Wirkung und dem positiven Einfluss auf das Nieren-Yang wird ihm außerdem eine aphrodisierende Wirkung zugeschrieben. Kein Wunder, denn in der TCM wird die Nierenenergie als für ein gutes Sexualleben außerordentlich wichtig angesehen. Ingwerbonbons oder kandierte Ingwerstückchen sind also nichts für Kinder, sondern eine spezielle Leckerei für Erwachsene.

In der klassischen indischen Medizin, dem Ayurveda, wurde und wird die Ingwerwurzel als verdauungsförderndes Mittel zur Stärkung von ‚Agni’, dem Verdauungsfeuer, genauso benutzt wie als kreislaufstärkendes Mittel. Als schleimlösende Medizin wurde er gegen Erkältungskrankheiten eingesetzt, außerdem als entzündungshemmendes Fieber- und Schmerzmittel.

Aber auch in Europa ist Ingwer schon lange für seine heilenden und geschmacklichen Qualitäten bekannt: Im 16. Jahrhundert wusste etwa Michel de Nostradamus, der provençalische Apotheker und Arzt, berühmt geworden durch seine Prophezeiungen, die Ingwerwurzel zu schätzen: Als Aphrodisiakum wegen ihrer ‚hitzigen’ Eigenschaften, zur Frauenheilkunde und als köstliche Küchenwürze, z.B. Ingwerwasser als Glasur für gegrilltes Huhn, setzte Nostradamus den Ingwer ein.

Nicht zu vergessen ist der bedeutende Anteil des Ingwers am Geschmack der asiatischen und indischen Küche. Wer Sushi, die japanischen Reishäppchen mit frischem Fisch, Meeresfrüchten oder Gemüse liebt, wird eingelegten Ingwer kennen. Frischer Ingwer wird in hauchdünne Scheiben gehobelt und süßlich-sauer eingelegt. Dieser ‚Gari’ wird zwischen den unterschiedlichen Sushi-Häppchen gegessen, um den Geschmack zu neutralisieren.

In der indischen Küche findet Ingwer Verwendung als Teegewürz und verleiht zahlreichen Gemüsegerichten den rechten Pfiff, ob in Currymischungen oder als schmackhafte Pickles mit zahlreichen anderen Gewürzen eingelegt.

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Tee – mehr als nur ein Heißgetränk

22. Juni 2009 Keine Kommentare

Er ist wohl das älteste Heißgetränk und gleichwohl auch das gesündeste. Alleine die Vielfalt macht ihn so interessant, es gibt tausende verschiedener Teesorten. Doch wer entdeckte den Tee? War es Zufall oder schamanisches Wissen?

Nun, nach alter Überlieferung soll der chinesische Kaiser Shen-Nung aus Hygiene-Gründen immer nur abgekochtes Wasser getrunken haben. Im Jahre 2737 v. Chr. soll, so erzählt die Legende, der Wind ein paar Blätter eines nahen Teestrauchs in das sprudelnde Wasser geweht haben. Der Kaiser fand dies köstlich, und das war dann die Geburtsstunde des Tees. Ob an dieser Geschichte etwas Wahres dran ist, bleibt natürlich offen.

Wie und wann kam der Tee von Asien nach Europa?

Im 17. Jhdt. trieben die Portugiesen und Holländer regen Handel mit China – und so kam der Tee zu uns nach Europa. Diese grandiose Entdeckung erfreute sich europaweit bald großer Beliebtheit, und das ganz besonders in England, wo man den ganzen Tag Tee trinkt, und der Nachmittagstee eine sprichwörtliche Institution britischen Lebensstils bedeutet.

Doch kommen wir zu den verschiedenen Tee-Sorten, beginnend mit den asiatischen Sorten:

  • Der Schwarze Tee enthält Koffein und regt das Nervensystem an. Er wirkt harn¬treibend und senkt den Flüssigkeitsspiegel im Körper. Die Polyphenole in den Blättern wirken antioxidant und absorbieren schädliche Substanzen, die so genannten freien Radikale, die im Körper auf natürliche Weise oder durch Umweltverschmutzung entstehen. Schwarzer Tee beugt Krebs, Herzerkrankungen und frühzeitigem Altern vor, senkt außerdem auch noch das „schlechte“ Cholesterin. Das enthaltene Adrenalin wird durch das Aufbrühen freigesetzt und soll die Intelligenz fördern. Er wird fermentiert, ver¬liert dabei aber nicht nur Wirkstoffe, sondern bekommt neue dazu.
  • Grüner Tee steckt voll mit jeder Menge Vitamin C, Fluor und Mangan. Er stärkt somit das Immunsystem, die Zähne und wirkt vorbeugend gegen Osteoporose. Wie der Schwarze Tee enthält auch der Grüne Tee Polyphenole, die Wirkung diesbezüglich ist also gleich. Die Blätter werden nach dem Pflücken und Trocknen nicht fermentiert, sondern nur erhitzt oder gedämpft – so bleiben die darin enthaltenen Vitamine erhalten. In gepresster Form und mehrere Jahre gelagert – Spitzentees werden bis zu 60 Jahre gelagert – nennt man Grünen Tee „Pu-Erh-Tee“, welcher einen erdig-rauchigen Geschmack hat.
  • Lapacho-Tee kommt aus Südamerika und gilt als Wundermittel zur Krebsvorbeugung. Der Tee wird aus der roten Rinde des Tabebui-Baumes gewonnen und schmeckt daher leicht holzig. Er zeichnet sich aus durch hohen Mineraliengehalt aus, ist gut für das Immunsystem, entgiftet Leber und Nieren und erhöht die Sauerstoffaufnahme der roten Blutkörperchen.
  • Der Rotbusch-Tee, oder auch Massai-Tee, kommt aus Südafrika. Er wird in der Sonne fermentiert und aus den nadelförmigen Blättern des Rotbusch-Strauches gewonnen – dem so genannten Roobois. Dieser Tee schmeckt erfrischend und etwas süßlich. Rotbusch-Tee ist reich an Eisen, Kalium, Kupfer, Kalzium, Zink, Magnesium, Fluorid und Mangan. Er wirkt daher krampflösend, stoffwechselanregend und antioxidant. Diesen Tee kann man gerne als Durstlöscher verwenden und ohne weiteres drei Liter am Tag davon trinken.
  • Mate-Tee kommt aus Süd- und Mittelamerika. Er wird aus den Blättern der Stech¬palme gewonnen. Geschmacklich ist er eher herb. Seine Wirkung ist belebend. Mate-Tee soll die Fettverdauung ankurbeln und bremst außerdem auch den Appetit, was bei jeder Diät sehr hilfreich sein kann.

Nun kommen wir zu unseren heimischen Tees, bzw. einmal einem Auszug davon:

  • Brennessel-Tee gilt als Wundermittel bei Eisenmangel, wirkt außerdem entschlackend und dient als Vitalisierungsmittel für Leber, Bauchspeicheldrüse, Magen, Darm und Galle.
  • Löwenzahn-Tee ist besonders reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Enzymen. Er wirkt belebend auf alle Körperfunktionen. Bei gestörter Kalziumaufnahme ist er sehr zu empfehlen, da er als Zellkommunikator für Kalzium gilt. Löwenzahn-Tee aus der Wurzel hilft bei Milz- und Leberleiden, Alterserscheinungen, Fettsucht, Gicht und Rheuma.
    Last but not least möchte ich noch über einen frauenspezifischen Tee sprechen:
  • Den Frauenmantel-Tee – er wird bei allerlei Frauenleiden angewendet, sei es nun Unterleibsproblemen, Fettleibigkeit, Krampfadern oder zur Geburtsvorbereitung.

Nun haben wir einige Tee-Sorten kennen gelernt, stellt sich nur die Frage „Wie dosiere ich meinen Tee?“. Im Grunde ist das Geschmackssache, aber ein gestrichener Teelöffel pro Tasse reicht in der Regel aus. Und so bequem die Teebeutel auch sein mögen, waschechte Tee¬trinker bevorzugen losen Tee.

Kann man bei der Tee-Zubereitung etwas falsch machen? Abgesehen davon, dass man nicht jedes Blümchen im Garten oder jedes Kraut zu Tee machen kann, sollte man folgendes beachten: Am besten eignet sich für die Tee-Zubereitung weiches, kalkarmes Wasser. Die Wassertemperatur und Ziehdauer entscheidet ebenso über den Geschmack des Tees. Ein paar Beispiele: Schwarztee wird generell mit kochendem Wasser überbrüht, Grüner Tee jedoch nur mit 50°-90°C heißem Wasser. Selbst die Wirkung wird von der Ziehdauer beeinflusst, so soll Schwarztee drei bis fünf Minuten ziehen. Kürzere Ziehdauer macht den Tee anregend, längere Ziehdauer macht den Schwarztee beruhigend. Grüntee zieht allgemein ein bis drei Minuten, und kann bis zu drei Mal überbrüht werden. Früchtetee braucht etwas länger, der sollte schon 8-15 Minuten ziehen.
Wie alle Lebensmittel hat auch jeder Tee nur eine begrenzte Haltbarkeit und sollte luftdicht verschlossen sein.

Es ist anscheinend gegen jedes Leid auf Erden ein Kraut gewachsen. Tee ist aber nicht nur Medizin, sondern auch eine sehr gute Alternative zum Kaffee. Da Tee sein Koffein nur langsam freigibt, und die aufputschende Wirkung dafür länger anhält, ist es auch als Muntermacher viel attraktiver als Kaffee. Neben seinem Vitamin- und Mineraliengehalt spricht außerdem noch für ihn, dass es ihn in tausenden von Geschmacksorten gibt. Wer ein Teehaus besucht, wird Augen machen. Sorten von denen man keine Ahnung hatte, dass es sie überhaupt gibt, stehen dort in den Regalen und warten nur darauf entdeckt zu werden. Abwechslung tut uns gut, und das ist hier gegeben. Machen wir es doch einmal den Engländern gleich, und genießen in Ruhe eine Tasse Tee – denn „it’s Tea-Time“.

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