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PC Innenleben

17. Juni 2009

Wie’s drinnen aussieht, geht jeden was an

Der PC, das unbekannte Wesen? Alles halb so wild, so lange man sich nicht im Detail verliert. Lernen Sie die wichtigsten Bausteine kennen und erfahren Sie, was so alles in Ihrem Rechner steckt.

Die erste Hürde, die Sie nehmen müssen, ist das Öffnen des PCs. Je nach Bauart ist das mit einem Handgriff und ohne jedes Werkzeug erledigt (eher die Ausnahme), oder nur mit Spezialwerkzeug zu erledigen. In jedem Fall sollte man sich im Klaren darüber sein, dass mit dem Öffnen des PCs und mit dem Verletzen eventueller Siegel Garantieansprüche verfallen. Man sollte sich also gut überlegen, was man tut.

Falls die Garantie keine Rolle mehr spielt, falls Sie einfach nur wissen möchten, wie so ein Rechner von innen aussieht oder wenn Sie zum Beispiel einem alten Rechner mit einer neuen Festplatte oder etwas mehr Arbeitsspeicher neues Leben einhauchen wollen, dann fassen Sie sich ein Herz und einen Schraubenzieher. Es ist einfacher als Sie denken. Nicht umsonst boomt der Sport des PC-Moddings. Modder sägen plexiglasverkleidete Löcher in ihren Rechner, bauen Wasserkühlungen und Lauflichter ein oder räumen gleich alle Bestandteile aus, um sie in eine Bierkiste einzubauen. Doch lassen Sie uns klein anfangen und nur einen Blick ins Innere werfen.

Sie haben das Gehäuse vorsichtig geöffnet? Sehr schön. Dann sehen Sie die Hauptplatine (auch Mainboard oder Motherboard genannt). Auf diesem Kernstück des Rechners finden wir den Hauptprozessor (Central Processing Unit, CPU) sowie Anschlüsse für den Arbeitsspeicher (RAM) und für Grafik-, Sound- und Netzwerkkarten. Auch Schnittstellen für Festplatten, CD- bzw. DVD-Laufwerken, Tastatur und Drucker tummeln sich auf der Hauptplatine. Einige Teile sind auswechsel- oder erweiterbar, andere fest verlötet, je nach Art, Baujahr und Hersteller variieren die festen und austauschbaren Teile stark. Wir kümmern uns zunächst um die Teile, die wir auswechseln oder erweitern können.

Arbeitsspeicher (RAM)

An erster Stelle steht meist eine Erweiterung des Arbeitsspeichers. Waren vor 15 Jahren die Rechner noch mit 512 KB, also einem halben Megabyte ausreichend bestückt, sind heute Arbeitsspeicher von 1,5 Gigabyte keine Seltenheit. Weil der Arbeitsspeicher so häufig aufgerüstet wird, ist der Zugang in der Regel der denkbar einfachste. Manchmal muss man nicht einmal den kompletten Rechner öffnen um an die Steckplätze zu kommen. Bei einigen Laptops oder bei kompakten All-in-one-Rechnern, wie den neuen Apple iMacs, reicht es, eine kleine Klappe zu öffnen, schon liegen die Steckplätze für den Arbeitsspeicher frei. So kann man nicht versehentlich andere Bausteile beschädigen und muss nur noch mit Gefühl das RAM-Modul in den Steckplatz einrasten lassen.

Festplatte

Durch die rapide wachsenden Datenmengen hat sich auch der Austausch einer veralteten Festplatte oder der zusätzliche Einbau einer größeren, schnelleren inzwischen zur Standardprozedur entwickelt. Auch das geht problemlos vonstatten. Hat man die passende Festplatte für seinen Rechner gekauft, muss man nur noch die Stecker und Buchsen in PC und Festplatte miteinander verbinden. Meist sind im Rechner schon alle Anschlüsse für den Einbau einer zweiten Festplatte vorhanden.

Grafikkarte

Die Grafikkarte steuert die Ausgabe der Daten auf den Bildschirm. Wenn beim PC-Spiel die Bilder ruckeln, wenn Filme auf dem Beamer nicht angezeigt werden, liegt es meistens an der mangelnden Power der Grafikkarte. Es gibt Grafikkarten für Business-Lösungen, die ein kontrastreiches, scharfes Bild liefern aber für 3D-Spiele wenig geeignet sind. Es gibt Spiele-Grafikkarten für verschiedene Ansprüche mit großem Arbeitsspeicher und flinkem Prozessor, der für einen schnellen, ruckelfreien Bildaufbau sorgt. Und es gibt spezielle Lösungen für anspruchsvolle CAD-Software. Diese finden vor allem in Bereichen wie Architektur, Design, Maschinen- und Fahrzeugbau Anwendung.

Netzwerkkarte

Die Netzwerkkarte sorgt für die Verbindung mit anderen Rechnern und Servern. Im Zeitalter von DSL verfügen die meisten Rechner über eine Netzwerkkarte mit einer Buchse für ein Ethernet-Kabel, dem Standard für Netzwerkanschlüsse. Oft ist auch eine WLAN-Karte an Bord, mit deren Hilfe der Rechner auch ohne Kabel Anschluss findet.

CD- oder DVD-Brenner

Der Austausch eines Players gegen einen Brenner oder eines CD- gegen ein DVD-Laufwerk ist ähnlich einfach wie der Austausch oder zusätzliche Einbau einer Festplatte. Auch hier sind die Anschlüsse bereits vorhanden. Beim Einbau eines zusätzlichen Gerätes muss man nur einstellen, welches der beiden Laufwerke das dominante, das Startlaufwerk sein soll. Meist muss man dazu ein kleines Reiterchen am Laufwerk versetzen.

Der Lüfter

Arbeit erzeugt Wärme. Je schneller und leistungsstärker ein Rechner ist, desto mehr Wärme erzeugt er. Dazu kommen noch ein paar andere Faktoren, aber im Prinzip stimmt die Formel. Wer jemals ein Stündchen mit dem Laptop auf dem Schoß gearbeitet hat, weiß, wie warm so ein Rechner werden kann. Darum gibt es die Lüfter, die den Rechner vorm Wärmekollaps schützen und je nach Anforderung mal schneller, mal langsamer drehen. Hauptsache, die warme Luft wird abtransportiert und kühle Luft strömt von außen ins Gerät.

Das Netzteil

Ein würfelartiges Gebilde, von dem viele bunte Kabel ausgehen. Es versorgt die verschiedenen Laufwerke und Platinen im Rechner mit transformiertem Strom. Bei Laptops befindet sich das Netzteil in der Regel außerhalb des Rechners, um Platz zu sparen.

Jetzt haben Sie einen kleinen Überblick über die Hauptbestandteile Ihres Rechners erhalten. Wer neugierig geworden ist, findet im Internet und in Buchhandlungen weiterführende Literatur. Auch der kreativste PC-Modder hat einmal klein angefangen.

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