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WLAN – Der kabellose Internet-Spaß

17. Juni 2009

Wer einen Computer zu Hause stehen hat, kennt das Problem: Überall liegen Kabel herum, werden zu Stolpersteinen oder müssen durch Wände hindurch verlegt werden, um einigermaßen Ordnung zu halten. Besonders wenn es um den Internet-Anschluss geht, müssen die Kabel oft über eine größere Distanz verlegt werden, was nicht gerade schön ist und auch oft etwas seltsam ausschaut. Abhilfe schafft da WLAN, denn Dank der Funktechnologie kann man damit ganz kabellos surfen – und das an jedem Platz der Wohnung oder des Hauses!

Was ist WLAN und was benötige ich dafür?

WLAN ist die Abkürzung für Wireless Local Area Network und steht für eine kabellose Netzwerkverbindung mit Hilfe von Funk-Übertragungen. Alle Komponenten eine Netzwerks, also auch Drucker, Internet, Dateien und Server können per Funk angesprochen werden – und das variabel von jedem Platz der Wohnung oder des Büros. Diese neu gewonnene Freiheit weiß man schnell zu schätzen, zum Beispiel wenn man in Sommertagen den Arbeitsplatz einfach in den Garten verlegt!

Damit man die kabellose Netzwerk-Verbindung nutzen kann, ist spezielle Hardware erforderlich – man benötigt also Zusatzgeräte. An erster Stelle steht dort der so genannte Access-Point, der Basis-Station und Ausgangs-Punkt einer Funkzelle ist. Notwendig ist das Gerät, da die einzelnen Stationen des Netzwerks nicht direkt miteinander kommunizieren, sondern über den Access-Point Informationen und Daten austauschen. Oftmals ist der Access-Point auch gleich mit einem Router gekoppelt. So ein WLAN-Router, wie er dann genannt wird, ermöglicht dem Anwender einen direkten Zugang zum Internet.

Der Zugang funktioniert aber nur dann, wenn auch PC und Laptop mit der Hardware für WLAN ausgestattet sind. Bei einem Laptop benötigt man hier lediglich eine PC-Karte für die WLAN-Funktionalität. Neuere Geräte haben die sogar schon fest eingebaut, so dass keine zusätzliche Hardware benötigt wird. Bei PCs sind PCI-Karten mit externem Antennenanschluss oder PCI-Erweiterungskarten, in die eine PC-Karte eingesteckt wird, von Nöten. Eine weitere Möglichkeit sind moderne USB-Versionen der WLAN-Karten, die flexibel einsetzbar sind.

Mit dieser Hardware wird also ein kabelloses Netzwerk aufgebaut. Sind mehrere Computer durch so ein Netzwerk miteinander verbunden, können sie Daten problemlos austauschen. Man spricht dabei von einem Ad-hoc-Netzwerk. Möchte man allerdings ins Internet, braucht man einen Access-Point. Damit richtet man ein strategisches Netzwerk ein, das dann auch als Infrastruktur-Netzwerk bezeichnet wird.

Die Reichweite der Funkverbindungen

Wer sich für eine WLAN-Lösung interessiert, wird sich wohl als erstes nach der Reichweite erkundigen. Schließlich will man die neu gewonnene, kabellose Freiheit ja auch nutzen können. In Gebäuden hängt die Reichweite des WLANs stark von den baulichen Faktoren ab. Der Empfang kann durch Reflexionen, Störungen und Hindernisse beeinträchtigt werden. In normalen Büro-Gebäuden und Wohnhäusern kann man allerdings von einer Reichweite von 30m ausgehen, auch wenn Wände und Decken dazwischen liegen.

Im Außenbereich zeigt das WLAN seine Stärke, denn dort können problemlos Entfernungen von 400m überbrückt werden, wenn es keine Hindernisse gibt. Externe Antennen, die an WLAN-Antennen angeschlossen werden, verbessern die Reichweite noch einmal. Bei guten Sichtverhältnissen und einer guten Rundstrahlantennen können sogar mehrere Kilometer überbrückt werden!

Besonders interessant in der Außen-Anwendung sind die so genannten HotSpots. Das sind öffentliche WLAN-Zugänge die zumeist in größeren Städten zur Verfügung gestellt werden. Sie ermöglichen das Surfen in Cafés, Restaurants und sogar beim Shoppen. Allerdings sind hier auch meist Gebühren fällig, die nach Zeit- oder Datenvolumen berechnet werden. Es empfiehlt sich vorher Informationen darüber einzuholen, bevor man eine teure Rechnung präsentiert bekommt.

Wie sicher ist WLAN eigentlich?

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Sicherheit beim WLAN. Wie bei jeder Datenübertragung mit Hilfe von Funk-Technologien, ist man vorm ‚Belauschen’ der Übertragung prinzipiell nicht sicher. Es gibt allerdings eine Reihe von Möglichkeiten, wie man zumindest die Sicherheit eines kabelgebundenen Netzwerks erreichen kann. Diese Mechanismen werden als ‚Wired Equivalent Privacy’ (WEP) bezeichnet. Hierbei wird die Funkübertragung in mehrere Frequenzen gespreizt und schlussendlich noch mit einer Länge von 128 Bit verschlüsselt.

Allerdings ist das WEP nicht wirklich sicher. Schon 1991 wurde das Verfahren in einem Versuch gecrackt. Anfangs dachte man an eine Sicherheitslücke im Algorithmus der Verschlüsselung. Der Fehler lag aber eher an dem WEP selbst, da einfach viel zu schwache Schlüssel generiert wurden.

Um sein privates Netzwerk halbwegs sicher zu gestalten, braucht man allerdings nur ein paar Einstellungen zu verändern:

  • Abschaltung des SSID Broadcasts, soweit das vom Router oder Access-Point unterstützt wird. Damit kann man schon mal nicht mehr so schnell entdeckt werden.
  • MAC-Filterung einschalten und den Zugriff nur für eigene Computer konfigurieren
  • Einschalten der entsprechenden Verschlüsselungen

Anleitungen, wie diese Einstellungen vorzunehmen sind, findet man überall im Internet und oft auch in PC-Zeitschriften, die sich mit dem Thema beschäftigen. Damit ist dann ein Standard-Schutz gewährleistet.

Des Weiteren kann man sein WLAN durch VPN (Virtual Private Network) absichern. Ermöglicht man den einzelnen Stationen des Netzwerks (Clients) den Zugang nur noch über VPN, können unverschlüsselte Protokolle von außen im wahrsten Sinne des Wortes nicht dazwischen funken. Das Besondere an VPNs ist, dass die Daten mit Hilfe von Chiffrier- und Authentifizierungs-Techniken abhör- und manipulationssicher ausgetauscht werden.

Fazit

Mit ein paar Einstellungen kann man beim WLAN also sicher und kabellos das Internet genießen – und das von jedem Ort innerhalb des Funknetzes. Wer dennoch Bedenken hat, die vor allem im Gesundheitsbereich liegen, der kann beruhigt sein. WLAN-Produkte sind nicht gefährlich, denn ihre elektromagnetische Strahlung liegt weit unterhalb der Grenzwerte und ist sogar niedriger als bei Handys.

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