Bonuszertifikate: Viel Sicherheit, höhere Erträge
Anlagezertifikate sind im Zuge der Finanzkrise in Verruf geraten: Das einst rein philosophische Emittentenrisiko ist spätestens mit dem Fall der Lehman-Bank im September 2008 ins Bewusstsein der Anleger gerückt. Mittlerweile aber kehrt das Vertrauen zurück. Ein Grund dafür sind sicherlich sie außerordentlich attraktiven Renditen, die Anleger mit strukturierten Produkten erzielen können.
Bonuszertifikate gehören zu den Produkten mit dem attraktivsten Auszahlungsprofil. Sie ermöglichen es, mit einem überschaubaren Risiko eine Performance zu erzielen, die deutlich über der Performance sicherer Anlagen liegt.
Das Prinzip einer Bonus-Struktur in der klassischen Variante ist einfach. Die Papiere beziehen sich auf einen bestimmten Basiswert, wie etwa den Deutschen Aktienindex oder den EuroStoxx 50. Fällt dieser Basiswert, der in der Fachsprache auch als Underlying bezeichnet wird, während der Laufzeit des Zertifikates nie unter einen bestimmten Wert, erhält der Anleger den vereinbarten Bonus zuzüglich seiner Einlage zurückbezahlt.
Die Bonuszahlung erlaubt attraktive Renditen auch dann, wenn der Basiswert moderat fällt oder sich seitwärts bewegt. Steigt der Kurs des Underlyings über das Niveau aus Rückzahlung plus Bonus hinaus an, erhält der Inhaber des Zertifikates diesen Kurswert ausbezahlt – an steigenden Kursen wird also unbegrenzt partizipiert.
Fällt der Kurs das Basiswertes allerdings während der Laufzeit unter die Bonusbarriere, erlischt die Struktur: Anleger besitzen dann ein einem Indexzertifikat gleiches Wertpapier und erhalten am Ende der Laufzeit den einfachen Kurswert ohne Bonus ausbezahlt.
Im Vergleich zum Direktinvestment in den Basiswert fährt der Anleger mit einem Bonuszertifikat also nie schlechter: An steigenden Kursen wird unbegrenzt verdient, bei stark fallenden Kursen fällt der Verlust nicht größer aus als beim Direktinvestment und in stagnierenden Märkten wird die Rendite durch die Bonuszahlung aufgewertet.
Wie das ganze an einem Beispiel aussieht, ist auf der Seite http://www.investmentsparen.net/bonuszertifikate.html rechnerisch und grafisch veranschaulicht.
Es sei allerdings erwähnt, dass die Bonus-Struktur den Verzicht auf die Dividenden mit sich bringt, die der Basiswert während der Laufzeit ausschüttet. Hier müssen Anleger wachsam sein: Banken konstruieren gerne optisch attraktive Produkte, indem sie eine Laufzeit von beispielsweise 39 Monaten ansetzen, während der viermal die Dividende ausgeschüttet wird.
In unruhigen Börsenzeiten sind Bonuszertifikate am attraktivsten: Der Abstand zur „gefährlichen“ Bonus-Barriere ist dann am größten und die Bonuszahlung fällt besonders großzügig aus.
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