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Dresscode – Stilvoll gekleidet am Arbeitsplatz

7. Juni 2009

„Um Erfolg zu haben, muss man aussehen, als habe man Erfolg“, sagte einst der deutsche Publizist Valentin Polcuch (1911-1989). Während zwischenzeitlich – Hand in Hand mit der Etablierung des Internets – ein legerer Kleidungsstil in Europas Unternehmen Einzug gehalten hat, kehrt man nun langsam wieder zurück zur Etikette. Lässig ist „out“ – sich stilvoll und der Firmenphilosophie angepasst kleiden ist angesagt.

Stil bei Kleidung erweckt Vertrauen und lässt Kompetenz erwarten

Die Art der Kleidung zeigte schon seit jeher den sozialen Status der verschiedenen Bevölkerungsschichten an – vom armen Bauern zur normalen oder gehobenen Bürgerschicht bis hin zum Adel. Teilweise wurde die Kleidung sogar von der Obrigkeit streng vorgeschrieben, gewisse noblere Accessoires durften z.B. nur vom Adel getragen werden.
Anstatt strenger Kleiderordnungen existieren heute für die Mitarbeiter vieler Unternehmen – abgesehen von Uniform- oder Schutzkleider-Trägern – gewisse ungeschriebene, manchmal aber auch wirklich festgelegte Dresscodes. Diese richten sich nach dem Klientel und manchmal auch dem Geschmack des Arbeitgebers. Vor allem bei Unternehmen, die nach außen einen seriösen und kompetenten Eindruck erwecken müssen wie z.B. Versicherungen, Banken, öffentliche Ämter, Notariate, Rechtsanwälte, aber auch die Chefetagen von Universitäten und Hochschulen, ist das Auftreten und der Kleidungsstil der Mitarbeiter immens wichtig.

Spaghettitops und Bermudashorts absolut undiskutabel

Da die Kompetenz eines weiblichen wie auch männlichen Mitarbeiters bei unpassender Kleidung automatisch in Frage gestellt wird, sollten gewisse Regeln beherzigt werden. Ob nun im Großraumbüro oder im näheren Umkreis des Chefs, für Männer gilt z.B. absolutes Bermudashort- sowie Sandalen-Verbot. Sogar kurzärmelige Hemden werden in manch strengen Unternehmen nicht geduldet. Weiße Sportsocken gelten übrigens als absolutes „No, No!“. Bei Anzug und Krawatte gelten nur dezente Farben und unauffällige Muster als salonfähig oder besser gesagt „bürofähig“. Mag die Quecksilbersäule im Sommer noch so weit gen Himmel klettern, die Etikette kennt keine Gnade. Damen, die im Beruf ernst genommen werden wollen, sollten trotz Transpirationsgefahr auf weit ausgeschnittene Dekolletés, ärmellose Shirts, luftige Sommerkleidchen, Spaghettitops, billige Sandalen und farbig bemalte Zehennägel ebenso verzichten wie auf die lässige Sonnenbrille im Haar. Strenge Bosse sehen auch unbestrumpfhoste Damenbeine nicht besonders gern. Hohe Absätze und kurze Röcke – sie sollten zumindest bis zum Knie langen – sind ebenso in seriösen Unternehmen ungern gesehen. Die absolute Todsünde: Bauchfrei!!

Dezente Anzüge und lange Blusenärmeln

Grundsätzlich gilt, dass Mitarbeiter bei der Wahl ihres Outfits gut daran tun, sich an dem Kleidungsstil ihres Chefs zu orientieren. Die strenge Businesskleidungsordnung, wie sie zumeist z.B. in den Banken- und Versicherungsunternehmen gelebt wird, sieht Anzug- und Krawattenpflicht vor. Die meist dunkel gehaltenen Anzüge sollten mit einfärbigem oder dezent gestreiftem Hemd und eventuell einer Weste ergänzt sein. Dazu dürfen nur schwarze, blitzblank geputzte Schuhe und dunkle Socken getragen werden. Für die Damen ist das Tragen eines Kostüms bzw. Hosenanzugs ein Muss. Der schmal geschnittene Rock sollte bis mindestens zu den Knien langen, dazu werden eine elegante Bluse und Pumps getragen. Bei sehr hohen Temperaturen ist eine kurzärmelige Bluse eventuell erlaubt.

Während bei uns in Europa die Regeln im Großteil der Firmen nicht gar so streng sind, geben manche Unternehmen in den USA sogar Schnitt und Farbe der Businesskleidung ihrer Mitarbeiter vor.

Erscheinungsbild überaus wichtig für den beruflichen Erfolg

Beruflicher Erfolg hängt oft nicht unwesentlich vom Erscheinungsbild des Mitarbeiters ab. Daher sollte man bereits beim Bewerbungsgespräch auf stilvolle und dem Unternehmen angepasste Kleidung achten. Diese Vorgehensweise vermittelt den zukünftigen Arbeitgebern Wertschätzung und schindet Eindruck. Auch man selbst nimmt sich in eleganter Kleidung anders wahr, sagt Knigge. Wie der österreichische Dichter Franz Grillparzer (1791-1872) schon bemerkte: „Wen das Auge nicht überzeugen kann, überredet auch der Mund nicht.“

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Categories: Mode & Kleidung Tags: gelesen: 2064 · heute: 3 · zuletzt: 24. April 2014
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