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Archiv für die Kategorie ‘Stars & Sternchen’

Ben Whishaw – Erschnüffelter Erfolg

25. September 2009 Keine Kommentare

Eisig läuft es einem bei Genuss des Mitte September in den europäischen Kinos gestarteten Films „Das Parfum“ den Rücken hinunter. Lange hatte sich der deutsche Schriftsteller Patrick Süskind geziert, die Rechte für das bereits 1985 erschienene Buch zu verkaufen, da er den Stoff für unverfilmbar hielt. Produzent Bernd Eichinger und Regisseur Tom Tykwer bewiesen das Gegenteil und holten sich für die Hauptrolle des irren Mörders „Jean-Baptiste Grenouille“ zudem einen noch recht unbekannten Schauspieler vor die Kamera: Ben Whishaw.

Auf der Bühne zuhause

Ben Whishaw kam am 14. Oktober 1980 gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder James im englischen Hertfordshire auf die Welt. Er machte 2003 seinen Abschluss an der „Royal Academy of Dramatic Art“ und spielte bislang unterschiedliche Rollen auf englischen Bühnen wie z.B. dem „Royal National Theatre“. Seine bislang gefeiertste Bühnenrolle war jedoch die des Hamlet im berühmten „Old Vic Theatre“. Neben Daniel Craig, dem neuen James Bond, spielte Ben Whishaw 1999 erstmals in einem Film namens „The Trench“, einem Kriegsdrama. Es folgten weitere Rollen in Filmen wie „Mauvais passe (The Escort)“, „Baby“ (2001, Kurzfilm) und Fernsehserien wie „Others People´s Children“ und „The Booze Cruise“. Für den Film „My Brother Tom“ (2001) erhielt er u.a. den „British Independent Film Award“ als bester Nachwuchsdarsteller. Nebenrollen bekleidete er dann in „Der Kaufmann von Venedig“, eine Filmversion des Shakespeare-Klassikers, und in dem Krimidrama „Layer Cake“, wiederum an der Seite von Daniel Craig. 2005 verkörperte er in „Stoned“ Rolling Stones-Legende Keith Richards. Im selben Jahr bekam Ben Whishaw überraschend die Hauptrolle in „Das Parfum“, die seinen Bekanntheitsgrad nun im Nu steigen ließ. Weitere Film- und Theaterprojekte laufen.

„Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders“

Für den Historienfilm „Das Parfum“ hatten sich die Filmemacher wohl mit Absicht ein noch recht unbekanntes Gesicht auserkoren. Ben Whishaw gewann dabei das Rennen u.a. gegen Leonardo DiCaprio, Orlando Bloom, Matt Damon und sogar Johnny Depp. Die mit knapp 60 Millionen Euro teuerste deutsche Produktion erzählt die Geschichte des jungen Jean-Baptiste Grenouille, der in überaus tristen Verhältnissen, ohne Eltern und ohne Liebe aufwächst und eine Zähheit entwickelt, die ihn unter den schlimmsten Bedingungen überleben lässt. Seine außergewöhnlich feine Nase führt ihn zu Baldini, seines Zeichens Parfumeur-Meister auf absteigendem Ast, glänzend gespielt von Dustin Hoffman, der sein Talent erkennt und ihn als Gehilfen aufnimmt. Der Erfolg im Hause „Baldini“ lässt nicht lange auf sich warten, doch Grenouille´s Wunsch, die Düfte junger Frauen in einem Parfum zu vereinen, macht ihn zum vierzehnfachen Mörder.

Privatleben

Über das Privatleben des jungen Briten weiß die Öffentlichkeit noch recht wenig. Schließlich ist sein Ruhm noch recht frisch. Neben seinem Bühnentalent und seiner schönen Tenorstimme gibt er sich angeblich dem „Physical Theatre“ und dem Tanz hin. Auch der Bildenden Kunst und der Zucht von Katzen sei er zugetan. Zudem sei das Reisen eine seiner Passionen. Eins ist aber sicher: Unbehelligt durch die Straßen Londons zu schlendern dürfte für ihn nun endgültig vorbei sein!

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Sharon Stone

24. September 2009 Keine Kommentare

Sharon Stone – eine „Zicke“ mit Herz

Sie nähert sich gefährlich dem Fünfziger, doch das hindert sie nicht daran, sich hüllenlos vor der Kamera zu räkeln. Mit der Figur einer Mittzwanzigerin kann sie sich das aber auch leisten. Im neuen Kinostreifen „Basic Instinct 2“, der Ende März in den Kinos angelaufen ist, spielt sie, wie damals vor 14 Jahren, die sexgierige Mörderin Catherine Tramell. Während der Erotik-Thriller, dessen Dreh sie bei den Produzenten mit der Drohung einer Klage erzwungen hat, sich zu einem Flop in den USA und Deutschland zu entwickeln scheint, wird Sharon Stones Leistung an sich in dem Film gewürdigt. Doch wie ist das kühle Sexmonster wirklich? Wie viel von Catherine Tramell steckt in Sharon Stone?

Sharons einfache Wurzeln

Als Sharon Vonne Stone wurde sie im März des Jahres 1958 in Meadville (Pennsylvania, USA) geboren. Ihr Vater verdiente als Fabrikarbeiter das Brot für die Familie, Mutter Dorothy war Hausfrau und Avon-Beraterin. Damals hat noch keiner geahnt, dass aus dem zweiten von insgesamt vier Kindern einmal eine der bestbezahlten Schauspielerinnen Hollywoods und das Sexsymbol der 90-iger Jahre wird. Sich ihrer Schönheit sehr wohl bewusst, nahm sie an zahlreichen Schönheitswettbewerben teil und wurde mit 17 Miss Pennsylvania.

Sharon schlug vorerst jedoch keine Laufstegkarriere ein, sondern studierte Kreatives Schreiben und Kunstgeschichte. Immerhin kann sie einen IQ von 154 aufweisen. Zum Vergleich: Einstein hatte nach Überlieferungen 150.
Nach ihrem Abschluss stieg sie dann doch ins Modelgeschäft ein und avancierte zum Starmodel. Obendrein wurden Werbeproduzenten auf sie aufmerksam und engagierten sie für kurze Spots.

Die Filme vor und nach „Basic Instinct“

Bekannt geworden durch ihre Werbespots, erhielt sie anno 1980 eine winzige Filmrolle in Woody Allens „Stardust Memories“. Einige unbedeutende Engagements in zweitklassigen Drehs folgten, bis sie 1983 ihre erste Hauptrolle bekam – in „Magnum“. 1985 und 1988 spielte sie in den zwei Quatermain-Filmen neben Richard Chamberlain. 1987 erhielt sie eine Rolle in „Police Academy IV“. 1988 in „Nico“ mit Steven Seagal. 1989 „Moon Trek“ mit Martin Sheen und Christian Slater. Ihre Rolle als abgebrühte Ehefrau im Arnold Schwarzengger-Streifen „Total Recall“ brachte ihr 1990 den weltweiten Durchbruch.

Der Erotik-Schocker „Basic Instinct“ im Jahre 1992 gemeinsam mit dem Weltstar Michael Douglas machte sie über Nacht zum Sexsymbol Hollywoods, zu einer der begehrtesten Schauspielerinnen international und bescherte ihr den „Golden Globe“. In der Folge nahm Sharon zahlreiche weitere Filmangebote an: „Sliver“ mit William Baldwin (1993), „The Specialist“ (1994) mit Sylvester Stallone und den Western „Schneller als der Tod“ (1995).

Einen weiteren „Golden Globe“ und eine Oscar-Nominierung erhielt sie für den Film „Casino“ 1995 an der Seite des Robert De Niro und Joseph Pesci. Es folgten weitere Filme wie beispielsweise „Last Dance“, „Gloria“, „Diabolisch“ (1996), „Sphere“ (1998), „The Mighty“ (1998) und „Women Love Women“ (2000). 2004 spielte sie in „Catwoman“ neben Halle Berry, 2005 in „Broken Flowers“ mit Bill Murray. Momentan hat Sharon Stone eine kleine TV-Serie namens „Nightmares and Dreamscapes: From the Stories of Stephen King“ am Laufen. Überdies ist ein Streifen namens „Bobby“ in Produktion.

Den riesigen Erfolg von „Basic Instinct“ konnte sie nicht mehr wiederholen.
„Basic Instinct 2“, der Ende März 2006 in die deutschsprachigen Kinos kam, wird von Kritikern als „langweilig“ verrissen und floppte in den USA wie auch in Deutschland. Die Kinobesucher scheinen sich nicht mehr für eine Fortsetzung des damaligen Aufregers zu interessieren. „Verbotene“ Einblicke wie etwa damals zwischen Sharons gespreizte Beine ohne Unterhöschen sind heutzutage in den Kinos kein Skandal mehr.

Huldigungen für ihr Können

1993 wurde sie mit dem MTV Movie Award für „Basic Instinct“ in der Kategorie „Best Female Performance“ und „Most Desireable Female“ ausgezeichnet. 1995 bekam sie den „Women in Film Crystal Award“ verliehen, 1996 den „Golden Globe“ für „Casino“. 2000 erhielt sie den „Lucy Award“. 2003 bekam sie einen Stern auf dem berühmten “Walk of Fame”. 2004 erhielt sie den „Emmy Award“ für einen Gastauftritt in der „The Practice“.

Allrounderin Sharon

Ein zweites wirtschaftliches Standbein neben ihrer Karriere als Filmschauspielerin hat Sharon Stone sich 1995 mit der Gründung einer Produktionsfirma namens „Chaos Productions“ geschaffen.
Seit Herbst 2005 macht sie außerdem Werbung für eine „Anti-Aging-Linie“ des Kosmetik-Konzerns „Christian Dior“ und neuesten Berichten zufolge soll Mrs. Stone es auch als Sängerin probieren zu wollen. Zusätzlich scheint der „Playboy“ Interesse an Nacktfotos von Sharon bekundet zu haben. Eine Annahme dieses Angebots schließt sie nicht rigoros aus.

Drei Ehen – allesamt gescheitert

Sharon wurde einmal zitiert, sie könne jeden Mann auf der Welt haben. Anscheinend wollen die Männer aber s i e nicht … Zumindest scheint die schöne Schauspielerin kein Glück in der Liebe zu haben. Sie trachtet ihren Männern zwar nicht wie in „Basic Instinct“ nach dem Leben, aber dennoch scheint etwas an ihr die Männer in die Flucht zu schlagen.

In erster Ehe war sie mit dem Schauspieler George Englund Jr., dem Sohn der Oscar-Preisträgerin Cloris Leachman, verheiratet. Von 1984-1987 teilte der Produzent Michael Greenburg mit ihr das Ehebett. Greenburg ist durch seine mit Richard Dean Anderson gegründete Produktionsfirma „Gekko Film Corporation“ („Mac Gyver“, „Star Gate SG1“) bekannt. 1998 heiratete Sharon den Verleger des „San Francisco Chronicle“ Phil Bronstein, der 2004 die Scheidung einreichte. Der smarte Bronstein bezeichnete Sharon als „rüde und hart“. Sie selbst gab kurz nach der Scheidung zu, sich in dieser Ehe wie eine „Zicke“ benommen zu haben. Ihre Allüren hätten ihre Ehe ruiniert. Diese Einsicht kam eindeutig zu spät.

Auch keiner der nachfolgenden Liebhaber und Lebensgefährten hielt sich lange. Inzwischen ließ Sharon mit der Meldung aufhorchen, ihre Vorliebe für junge Männer entdeckt zu haben. Im Frühjahr des Jahres 2005 gingen freizügige Fotos der barbusigen Sharon auf Bora Bora durch die Boulevard-Presse. Natürlich urlaubte sie dort nicht allein. Die Begleiter wechselten allerdings schon nach zwei Tagen.

Nicht gut Kirschen essen

Einige Menschen, die der Diva näher kamen oder mit ihr zusammen arbeiten mussten, sprechen eine nicht sehr schmeichelhafte Sprache über sie. Der Starfotograf Richard Avedon tat beispielsweise nach heftigen Auseinandersetzungen im Rahmen einer Fotosession kund, sie habe kein Interesse an ihren Mitmenschen und ihrer Umgebung, sie interessiere sich nur für ihren Effekt auf andere.
Am Set sei sie zickig, berichteten wiederum Kollegen, die mit ihr drehten. Sie wäre zu spät zu den Dreharbeiten gekommen, hätte auf Änderung der Dialoge bestanden und hätte sogar einmal einen Anruf vor laufender Kamera entgegen genommen. Desgleichen hätte sie ständig wegen Kleinigkeiten herumgenörgelt. Außerdem behauptet sie von sich „grausam“ intelligent zu sein, geht andererseits freilich nicht ungern mit ihrem hohen Intelligenzquotienten hausieren.
Im Jahre 2004 klagte sie angeblich einen Schönheitschirurgen an, der behauptet hatte, sie hätte unter seinem Messer gelegen. Er würde damit ihren Ruf als Naturschönheit und damit ihre Karriere gefährden. Schönheits-Operationen lehnt sie ab – lieber sähe sie aus wie ein ungemachtes Bett, hat man sie verlauten hören.

Operiert musste sie in der jüngeren Vergangenheit trotzdem werden. Im Herbst 2001 hatte sie eine Gehirnblutung erlitten, deren Ursache man nicht wirklich erforschen konnte. Ihre weitere Karriere war damals in Frage gestellt, doch eine Operation verhalf ihr wieder zur vollständigen Genesung. Die Ärztevereinigung von Nordkalifornien mutmaßte aufgrund von Studien einen Zusammenhang zwischen Sharons übermäßigem Körpertraining und der Hirnblutung und schuf einen neuen Begriff für Menschen über 40, die übertriebene Fitness betreiben und dafür die Rechnung in Form von gesundheitlichen Gebrechen präsentiert bekommen: Das Sharon-Stone-Syndrom.

Ein Herz für Kranke, Kinder und Obdachlose

Ihre weiche Seite zeigt sie im Familienleben. Gemeinsam mit Phil Bronstein hat sie den 2000 geborenen Roan Joseph Bronstein adoptiert. Nach der Scheidung von Bronstein hat sie noch einen zweiten Sohn namens Laird Vonne Stone im Mai 2005 bei sich aufgenommen. Die Mutter des Jungen war eine ihr unbekannte Texanerin. Auf die Frage, warum sie keine eigenen Kinder habe, antwortete sie, dass sie dafür schon zu alt gewesen sei. Immerhin war sie bei der Adoption des Roan Joseph schon über 40. Bei der Adoption des zweiten Kindes war sie bereits 47 und hatte keinen Lebenspartner. Sie halte die Adoption für eine wundervolle Einrichtung.

Für hungrige und vernachlässigte Kinder setzt sie sich außerdem über die Stiftung „Planet Hope“ ein. Nebenbei unterstützt sie zudem Obdachlose und sammelt seit 1995 Spenden für die AIDS-Forschung (AMFAR – American Foundation for AIDS Research). Neben dem Kampf gegen Aids ist ihr ebenso das Fortschreiten der Erforschung von Brustkrebs wichtig.
Zugunsten der Tsunami-Opfer wirkte Sharon 2005 als Co-Autorin beim Benefiz-Song „Come Together Now“.

Man muss ihr obendrein zugestehen, dass sie mit ihrem Beispiel Schauspielerinnen ab 40 Mut macht, sich von Produzenten nicht mit Rollen als Großmütter und böse Schwiegermütter abspeisen zu lassen und sie zeigt den Frauen überall in der Welt auf, dass man mit schon bald 50 noch immer attraktiv und sexy sein kann.

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Was wurde aus „Howie“ Douglas Barr?

22. Juni 2009 Keine Kommentare

Erinnern Sie sich an „Howie Munson“, den hübschen Kerl in der TV-Serie „Ein Colt für alle Fälle“? Jeden Tag holten uns damals in den 80-igern die spannenden Folgen des Teams um den Stuntman und Kopfgeldjäger Colt Seavers pünktlich vor den Fernseher. Was der Hauptdarsteller Lee Majors heute macht, wissen wir: Werbung für das 2007-er Modell eines japanischen Geländewagens. Doch was ist eigentlich aus seinem sympathischen Assistenten geworden? Douglas Barr.

Schauspielstudium und Filmkarriere

Douglas Barr wurde am 1. Mai 1949 in Cedar Rapids im US-Bundesstaat Iowa geboren. Er absolvierte zuerst die „George Washington University“ und studierte später Schauspiel in New York. Seine Filmkarriere begann 1980 mit einer Rolle in der TV-Serie „When the Whistle Blows“ und in der TV-Episode „The Invisible Woman“ in „Fantasy Island“. Es folgten Filme wie die Horrorthriller „Deadly Blessing“ und „The Unseen“ (1981). Ab 1981 spielte er in der Fernsehserie „The Fall Guy“ („Ein Colt für alle Fälle“) den Stuntman Howie Munson. Dies ist wohl die bekannteste Rolle seiner Karriere. Zwischendurch übernahm er immer wieder Rollen in einigen Episoden bekannter TV-Serien wie z.B. in der Krankenhaus-Serie „Trauma Center“ (1983) oder der Kreuzschiff-Serie „Love Boat“ (1982-1984), „Hotel“ und dem Abenteuerdrama „The Wizard“. Neben Rollen in „Superboy“ (1988), „Rich Men, Single Women“ (1990), „Designing Women“ („Mann muss nicht sein“, 1987-1991), „Space Invaders“ („Martians – Ein Außerirdischer kommt selten allein“, 1990), „Menu for Murder“ („Mit dem Essen kam der Tod“, 1990) und „But He Loves Me“ (1991) spielte er 1988 und 1991 auch in zwei Folgen der bekannten TV-Serie „Murder, She Wrote“ („Mord ist ihr Hobby“) mit. Er war der „John“ in einer Folge von „P.S.I. Luv U“ (1991) und „Jerry Masterson“ in dem Film „Lady Boss“ (1992). Nachdem er 1994 seine letzten Rollen in dem Film „Temptation“ („Lust auf Rache“) und einer TV Episode in „One West Waikiki“ gespielt hatte, ging Douglas Barr völlig zur Arbeit hinter der Kamera über.

Ein Colt für alle Fälle

Die Action- Serie „Ein Colt für alle Fälle“, die im Original „The Fall Guy“ hieß, war der absolute Serien-Renner in den 80-iger Jahren. 113 Episoden wurden von 1981 bis zum Jahre 1986 produziert. Die Erstausstrahlung erfolgte in den USA im November 1981, in Deutschland erst im März 1983. Die aufregenden Abenteuer des Stuntmans und Kopfgeldjägers Colt Seavers und dessen Team „Howie“ und „Jody“ ließen Kinder- aber auch Männerherzen höher schlagen. Nicht nur die Auftritte der – von der hübschen und „schlag“fertigen Heather Thomas gespielten – Jody zogen sie vor die Flimmerkiste, sondern vor allem die tollen Actioneinlagen und Auto-Stunts mit ihrem GMC-Pickup. Ganz zu schweigen von der coolen Titelmusik „The Unknown Stuntman“, dessen Song übrigens Lee Majors selbst gesungen hatte. „Howie“ wiederum wurde von den Mädchen und jungen Frauen angehimmelt. Von dem supercoolen Colt nur „Kleiner“ gerufen, war er der ideale männliche Aufputz für die weiblichen Fernsehzuschauer unter 30.

Drehbuchautor und Regisseur

Anfang der Neunziger hängte Douglas Barr die Schauspielerei an den berühmten Nagel und ging dazu über, einige Drehbücher wie z.B. zu den Filmen „Fade to Black“ (1993) „The Cover Girl Murders“, „Temptation“ (1994), Dead Badge“ (1995) und „Conundrum“ (1996) zu schreiben. In letzteren beiden führte er zudem Regie. Ebenso Regie führte er in weiteren zahlreichen Filmen wie u.a. „Perfect Body“ (Erfolg um jeden Preis, 1997), „Cloned“ („Geklont – Babys um jeden Preis“, 1997), „Switched at Birth“ („Bei Geburt vertauscht“, 1999), „For Love of Olivia“ (2001), „Sex, Lies & Obsession“(2001), „This Time Around“ (2003), u.v.m. Eines seiner jüngsten Regieprojekte heißt „To be Fat like Me“ (2007).

Beschauliches Privatleben

Douglas Barr ist seit 1984 mit der ehemaligen Schauspielerin und heute als Malerin tätigen Texanerin Clare Kirkconnell verheiratet. Er hat einen im Teenager-Alter befindlichen Sohn, lebt im Weingebiet Nordkaliforniens und betreibt den exklusiven Weinhandel „Hollywood and Vine Cellars“ mit seinem Freund Bruce Orosz.

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Joaquin Phoenix – Vom Hippie-Kind zum Superstar

22. Juni 2009 Keine Kommentare

Spätestens seit der erfolgreich verfilmten Biographie „Walk the Line“ ist er jedem aufmerksamen Zeitgenossen ein Begriff: Joaquin Phoenix. Der Schauspieler, der den 2003 verstorbenen Countrysänger Johnny Cash so genial spielte, dass man dabei ganz vergaß, wie der echte Cash denn war, steht schon seit dem zarten Alter von acht Jahren vor der Kamera. Für seine Rollen bereitet er sich oft monatelang vor. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Er spielt die Figuren nicht, er lebt sie!

Hippiefamilie und Nomadenleben

Joaquin wurde als drittes von fünf Kindern am 28. Oktober 1974 in San Juan, Puerto Rico, geboren. Seine Hippie-Eltern John Lee und Arlyn Bottom gehörten eine Zeit lang der Sekte „Kinder Gottes“ an und lebten mit ihren Kindern ein Nomadenleben in den verschiedensten Ländern Mittel- und Südamerikas. Sie unterrichteten ihre Kinder selbst und förderten ihre musischen Talente. Wenn das Geld wieder mal knapp war, musizierten Joaquin und seine Geschwister auf den Straßen. Joaquin nannte sich ab dem Alter von vier Jahren „Leaf“ (Blatt), da seine vier Geschwister ebenso naturverbundene Namen hatten: Rain Joan of Arc, Summer Joy, River und Libertad Mariposa. Ihren Nachnamen änderte die Familie 1977 von „Bottom“ auf „Phoenix“, nachdem sie – angeblich als blinde Passagiere auf einem Frachter – nach Los Angeles gezogen waren. In L.A. erhielten die Phoenix-Sprösslinge über eine Schauspieleragentur erste Rollen in Fernsehserien. Ende der Achtziger Jahre zog die Familie nach Florida, wo sich knapp zuvor die Universal Studios in Orlando niedergelassen hatten. Joaquin konnte im Alter von vierzehn Jahren bereits auf sieben Mitwirkungen an TV-Serien und Filmen zurückblicken.

Früh übt sich: Seine Filmkarriere

Die erste Rolle bekam der achtjährige Joaquin (sprich: Wah-Kin) gemeinsam mit seinem um vier Jahre älteren Bruder River in der TV-Serie „Seven Brides for Seven Brothers“ (1982). Es folgten Rollen in „Backwards The Riddle of Dyslexia“ (1984), „Kids Don´t Tell“ (1985), „Morningstar/Eveningstar“ (1986) und dem Weltraum-Film “Space Camp” (1986). 1987 spielte er mit seiner um vier Jahre jüngeren Schwester Summer und Carol King in „Russkies“, 1988 in „Secret Witness“. Darauf folgend spielte er 1989 unter der Regie von Ron Howard (Regisseur von „Sakrileg – The Da Vinci Code“) in „Parenthood – Eine Wahnsinnsfamilie“ neben Dianne Wiest und Steve Martin. Nach dieser Rolle machte er eine sechsjährige Drehpause (mit Ausnahme von „Walking the Dog“, 1991). Er tingelte etwa drei Jahre lang teilweise alleine, zum Teil mit seinem Vater – die Eltern hatten sich getrennt – durch Mexico, Südamerika und Kuba. Eigenen Angaben zufolge sammelte er in dieser Zeit auch seine ersten Erfahrungen mit Frauen.

Zu Halloween 1993 musste er hilflos zusehen, wie sein Bruder River nach einem Drogenmix vor Johnny Depps Lokal „Viper Room“ zusammenbrach. Joaquins Notruf wurde tagelang in den US-Medien ausgestrahlt. Sein geliebter Bruder, der hoffnungsvolle Schauspieler River Phoenix („Stand by me“, „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“, etc.), starb Stunden später 23-jährig und Joaquin, der sich seit seinem Mexico-Trip wieder von „Leaf“ auf „Joaquin“ umbenannt hatte, gab Hollywood und dem damit verbundenen Umgang und Druck die Schuld an dessen Tod. Er zog sich in der Folge völlig von Hollywood zurück und musste von Freunden 1995 überredet werden, mit Matt Dillon und Nicole Kidman „To Die For“ zu drehen. In dieser Rolle gelang dem 21-Jährigen als Schüler Jimmy, der seine Geliebte (gespielt von Kidman) zum Mord an ihrem Ehemann animiert, der Durchbruch und er kehrte damit zurück ins Rampenlicht. 1997 spielte er neben Liv Tyler und Billy Crudup eine der Hauptrollen in „Die Abbots – Wenn Hass die Liebe tötet“ (1997). An der Seite von Sean Penn, Nick Nolte und Jennifer Lopez verkörperte er 1997 Tobey, einen eifersüchtigen Halbstarken in „U-Turn – Kein Weg zurück“. Es folgte im nächsten Jahr „Clay Pigeons“, in dem er die Titelrolle des „Clay Bidwell“ neben Vince Vaughn spielte. Im selben Jahr folgte ein weiterer Film an der Seite des Schauspielers Vaughn: „Return to Paradise – Für das Leben eines Freundes“. Einen punkigen Pornovideohändler mimte er im Thriller „8mm – Acht Millimeter“ (1999) neben Nicholas Cage.

Zum absoluten Star machte ihn die Rolle als Kaiser Commodus, Sohn des Kaisers Marcus Aurelius, in „Gladiator“ (2000). Für diese Darstellung wurde er u. a. für den Oscar und den Golden Globe als bester Nebendarsteller nominiert. Er war eine Zeitlang in Italien gewesen, um die Mentalität der Italiener zu verstehen und konnte die gewonnenen Kenntnisse wohl gut für seine Rolle gebrauchen. Im Gangsterdrama „The Yards“ spielte er ebenso im Jahre 2000 neben Mark Wahlberg einen korrupten Geschäftsmann. Es folgten die Filme „Quills – Macht der Besessenheit“ (2000), „Buffalo Soldiers“ (2001) und „Ultimate Fights from the Movies“ (2002). Im Science-Fiction-Thriller „Signs – Zeichen“ (2002) schlüpfte Joaquin in die Rolle des Bruders von Graham Hess, gespielt von Mel Gibson. Nach „It´s all about Love“ (2003) lieh er in Disneys Zeichentrickfilm „Brother Bear“ einem Jungen, der sich in einen Bären verwandelt, seine Stimme. Im Action-Drama „Ladder 49 – Im Feuer“ (2005) mimt Joaquin Phoenix einen todesmutigen Feuerwehrmann, der in Lebensgefahr seine Vergangenheit Revue passieren lässt. Ebenso zu diesem Film hat er Vorkenntnisse mitgebracht: Er hatte bei der Feuerwehr in Baltimore gearbeitet. Im Gruselthriller „The Village – Das Dorf“ spielt er in einem von mystischen Kreaturen bedrohten Dorf des Jahres 1897 den rebellischen Lucius Hunt, der mit seiner Neugier furchtbare Geschehnisse auslöst. Eine kleine aber Aufsehen erregende Rolle bekleidete er in dem Drama „Hotel Rwanda“ (2005), in dem es um die abscheulichen Morde am Volk Ruandas geht.

Walk The Line

Einer von Joaquins Beweggründen, diese anspruchsvolle Rolle zu übernehmen war, dass das Drehbuch zu „Walk The Line“ das Beste gewesen sei, das er je gelesen habe. Zum anderen habe die Tatsache mitgespielt, dass sein Freund James Mangold dieses faszinierende Drehbuch geschrieben hatte und in dem Film Regie führte. Als dritten gewichtigen Grund für die Annahme einer derart heiklen Charakterdarstellung, führte er an, Johnny Cashs Musik zu verehren, seit er denken kann.

Johnny Cash (1932-2003), dessen dramatisches Leben in dem Film bis zum Jahre 1968 gezeigt wird, war mit der Darstellung seiner Person durch Joaquin Phoenix durchwegs zufrieden. Der damals schon schwerkranke Folk- und Country-Musiker lud Joaquin kurz vor seinem Tod zu sich nach Hause sein. Für seine Hauptrolle in der autobiographischen Verfilmung hatte Joaquin wie Cash zu singen gelernt, um alle im Film vorgetragenen Songs selbst dar zu bringen. Er hatte sich monatelang auf diese schwierige Rolle vorbereitet, Cashs Stimme, seine Bewegungen und dessen Gitarrenspiel studiert. Er musste in dem Film zudem die Alkohol- und Drogensucht der Country-Legende darstellen und schlitterte dabei selbst in eine Alkoholabhängigkeit, die er nach den Dreharbeiten in einer Suchtklinik therapieren lassen musste.

Joaquin Phoenix hat für seine phantastische Leistung in „Walk The Line“ den Golden Globe als Bester Darsteller erhalten. Ebenso Reese Witherspoon („Natürlich Blond“, 2001/2003) erhielt den Golden Globe für ihre Rolle als Cashs Bühnenkollegin und Angebetete June Carter. Für den Oscar waren beide Schauspieler nominiert, bekommen hat ihn allerdings nur Reese. Ein Umstand, der viele verwundert und manche gar ärgert. Außer Joaquin …

June Carter Cash ist 2003 übrigens nur vier Monate vor ihrem Mann verstorben. Sie haben einen gemeinsamen Sohn: John Carter Cash (1970). Er agierte als ausführender Produzent in „Walk The Line“ und hatte darin eine kleine Nebenrolle.
Joaquins neuester Film wird im Übrigen „We Own The Night“ heißen und 2007 in die Kinos kommen.
Joaquin ganz persönlich

Joaquin Phoenix gilt als sehr zurückhaltend, Kritiken und Auszeichnungen seien ihm zudem egal. Er brauche den Widerspruch, um sich gut zu fühlen. Einzig Country-Sänger Kris Kristoffersons Lob über die Darstellung seines engen Freundes Johnny Cash habe ihn gefreut.

Joaquin Phoenix ist seit seiner Kindheit Veganer, welches bedeutet, dass er es verweigert, tierische Lebensmittel (Fleisch, Fisch, Eier, Butter, Honig, etc.) zu sich zu nehmen. Jegliche Ausbeutung von Tieren wird von der Vereinigung PETA (People for the Ethical Treatment of Animals), bei der er Mitglied ist, abgelehnt. So vermeiden es die Veganer ebenso, aus Tierhaut oder Fell hergestellte Kleidung zu tragen. Seiner Brust wohnt also eine große Tierliebe inne, doch mit sich selbst ist er nicht so zimperlich: Er ist passionierter Kettenraucher. Allerdings habe seiner Meinung nach das eine mit dem anderen nichts zu tun. Stimmt: Der Verzicht der Veganer auf tierische Nahrung resultiert bekanntlich nicht aus gesundheitlichen, sondern eher gesellschaftlichen Motiven.

Die markante Narbe über seiner Oberlippe, die ihm das wilde und zugleich verletzliche Antlitz verleiht, stammt übrigens nicht wie so oft fälschlich behauptet von einer operierten Hasenscharte. Dieser Einschnitt existierte seiner Mutter zufolge in dieser Form bereits bei der Geburt.

Joaquin und die Liebe

Seine Hörner hat er sich angeblich in der Schaffenspause Anfang der Neunziger Jahre abgestoßen. Bis November 1998 war er drei Jahre lang mit der Schauspielerin Liv Tyler („Armageddon“, „Der Herr der Ringe“, etc.) liiert, die er bei den Dreharbeiten zu „The Abbots – Wenn Hass die Liebe tötet“ kennen gelernt hatte. Mittlerweile ist Miss Tyler mit einem britischen Musiker verheiratet und hat mit ihm ein Kind. Kürzlich erst kursierten Gerüchte, Joaquin habe ein Techtelmechtel mit Schauspielerkollegin Eva Mendes („We Own The Night“), die allerdings in einer fixen Beziehung mit einem Regisseur steht. Ein paar Wochen zuvor gab es Berichte über eine Affäre mit der Schauspielerin Kirsten Dunst („Spider Man“, „Marie-Antoinette“, etc.) und lediglich einen Monat davor waren Gerüchte aufgekommen, Joaquin bilde mit der zwölf Jahre jüngeren Pop-Sängerin und Schauspielerin Lindsay Lohan ein Paar. Er scheint die Abwechslung in seinem Liebesleben zu lieben und sich festzulegen ist wohl nicht seine Stärke. Zumindest glaubt er angeblich nicht an die „Liebe auf den ersten Blick“, wie sie Johnny Cash und June Carter erlebten. Er kenne von sich eher das „Begehren auf den ersten Blick“. Liebe könne doch erst mit Kenntnis der Persönlichkeit des anderen entstehen.

Ansonsten ist er ein Mensch, der nichts wirklich leicht nimmt, wie sicher auch seine Freunde Vince Vaughn, Ben Affleck, Russell Crowe oder Matt Damon bezeugen können.

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Oskar Werner – Hollywood-Star zwischen Genie und Melancholie

22. Juni 2009 Keine Kommentare

Er hatte einen melancholischen, geradezu verletzlichen Gesichtsausdruck, einen unaussprechbaren bürgerlichen Namen und ein schweres Gemüt. Er spielte den „Hamlet“ genauso mitreißend wie „Mozart“. Jüngere Semester kennen diesen hervorragenden Mimen womöglich gar nicht mehr. Dabei war er einer der eindruckvollsten Film- und Burgschauspieler des vergangenen Jahrhunderts. Oskar Werner hatte mit seinem besonderen Schauspieltalent gepaart mit seinem Wiener Charme Weltruhm erlangt.

Der blonde und auf eigene Art gut aussehende Werner wurde allgemein als Genie betrachtet. Sein Freund Spencer Tracy bezeichnete ihn als „Besten Schauspieler der Welt“. Sein Charisma und seine als hypnotisch bezeichnete Stimme waren legendär. Sie hatte einen poetischen Klang und strahlte wohl durch die charakteristische Wiener Sprachfärbung eine besondere Faszination aus.

Wiener Wurzeln

Mit dem Namen Oskar Josef Bschließmayer wurde er am 13.11.1922 in Wien geboren. Er wuchs in einfachen Verhältnissen in Gumpendorf bei Wien auf. Sein Vater war Versicherungsangestellter. Seine Eltern ließen sich scheiden, als Oskar sechs war. Der Junge wuchs bei seiner Mutter auf, die in einer Hutfabrik arbeitete. Theaterbegeistert von Jugend an, entschied er sich nach einem Technikum für den Schauspielberuf und nahm ein wenig Unterricht bei dem Burgschauspieler Helmuth Krauss, der 1948 eine Schauspielschule in Wien gründete, die heute noch besteht.

Steile Theater- und Filmkarriere

1941 wurde der erst 19-jährige Oskar Werner am Wiener Burgtheater engagiert. In der zweiten Hälfte der 40-iger Jahre spielte er eine Vielzahl von Rollen an den verschiedensten Theatern Wiens. Ab 1948 war er schon in zahlreichen Kinofilmen zu sehen. 1948 spielte er etwa im Film „Der Engel mit der Posaune“ in einer Nebenrolle einen jungen fanatischen Nationalsozialisten. Später sollte er solche und ähnliche Rollen rigoros ablehnen. 1949 wurde er fristlos aus dem Burgtheater entlassen, als er unerlaubt zu Dreharbeiten nach London abgereist war. Er spielte im selben Jahr Beethovens Neffen im Film „Eroica“.

1950 unterzeichnete er in Hollywood einen 7-Jahres-Vertrag bei 20th Century Fox – den er 1951 angeblich aufgrund derer Bevormundung vor den Augen der machtgewohnten Studiobosse zerriss. Trotzdem wurde er im Laufe der Fünfziger Jahre als Theater- und Filmschauspieler zu einem der führenden Darsteller der damaligen Zeit. In „Der letzte Akt“ (1955) spielte er etwa die erfundene Figur des Hauptmanns Wüst, der Hitler in den letzten Tagen im Führerbunker von seinen wahnsinnigen Vorhaben abhalten wollte. Am Schluss des Films wird Wüst als Verräter erschossen. Marlon Brando soll sich diese Todesszene unzählige Male zu Studienzwecken angesehen haben. Ebenso 1955 mimte Oskar Werner in „Mozart“ den genialen Komponisten unbeschreiblich eindrucksvoll. Es sollte allerdings sein letzter in Österreich gedrehter Film sein.

Bei der feierlichen Eröffnung des Wiener Burgtheaters im Jahre 1955 gab er den „Don Carlos“ und feierte damit den Höhepunkt seiner Theaterkarriere. Es folgten Filme wie etwa „Lola Montez“, „Spionage“ und „Ein gewisser Judas“ (1958). 1959 kehrte er wieder völlig zurück ans Wiener Burgtheater, stieg aber 1962 – diesmal freiwillig – wieder aus. Der internationale Filmdurchbruch gelang ihm mit dem Kultfilm von Francois Truffaut „Jules und Jim“ (1962). Neben Weltstars wie Vivien Leigh, Lee Marvin und Heinz Rühmann gelang ihm ein weiterer Erfolg mit dem Film „Das Narrenschiff“ (USA, 1964). Dafür wurde Oskar Werner als bester Darsteller für den Oscar nominiert und er erhielt ferner den Golden Globe, den New York Film Critics-Award und einen französischen Filmpreis. Er soll über seine Rolle als Schiffsarzt in diesem Film gesagt haben: „Sie ist zwar nicht allzu groß, kommt aber meinem Charakter ungemein entgegen. Ich weiß, was Melancholie ist.“

In „Der Spion, der aus der Kälte kam“ (1965) lieferte sich die Leinwandgröße ein packendes darstellerisches Duell mit Richard Burton. 1966 war er in „Fahrenheit 451“ als Feuerwehrmann „Montag“ in einer weiteren Verfilmung von Francois Truffaut zu sehen. 1968 mimte er in „Interlude“ einen verliebten Dirigenten. Einen zweifelnden Priester spielte er neben Anthony Quinn in dem Streifen „In den Schuhen des Fischers“. Ab 1968 lehnte Oskar Werner sogar hochklassige Rollenangebote wie z.B. von Stanley Kubrick für „Napoleon“ ab. Es wird behauptet, er habe insgesamt dreihundert Rollenangebote ausgeschlagen. Sie seien allesamt ein „Verrat an gutem Geschmack“ gewesen. Er hatte beispielsweise zwar 1948 einen fanatischen Nationalsozialisten gespielt, verweigerte aber später Rollen, in denen er Nationalsozialisten in sympathischem Licht darstellen sollte. Nachdem er seinem Freund Stanley Kramer verweigert hatte, einen solchen in „Das Geheimnis von Santa Vittoria“ darzustellen, hat diese Rolle übrigens Hardy Krüger angenommen. Ebenso eine Rolle als Richard Wagner in „Ludwig II.“ verschmähte der Bühnenkünstler, da er – wie er offen gestand – Wagner hasste. Er war zudem rundweg gegen das damals gerade aufkommende Regietheater. Für ihn waren Schauspieler und die Dichtung die oberste Instanz. Der Star behauptete von sich selbst: „Ich bin ein Unbestechlicher“ und habe sich zwei Luxusartikel stets geleistet: Zeit und Charakter.

Ab den Siebziger Jahren führte er umfangreiche und sehr gut besuchte Rezitationstourneen durch die deutschsprachigen Länder und die USA durch. 1975 nahm er eine Gastrolle als Mörder in einer „Columbo“-Folge an. 1976 drehte er seinen letzten Film: „Reise der Verdammten“.

Seine auf CD erhältlichen Dichterlesungen von Heine, Rilke, Weinheber und Co. verkaufen sich im Übrigen gegenwärtig sehr gut.

Frauen und Wahlheimat Liechtenstein

„Frauen sind die besseren Menschen“, so Oskar Werner. Im Wiener Burgtheater lernte er die zwölf Jahre ältere Kammerschauspielerin Elisabeth Kallina kennen. Der junge Darsteller machte ihr auf der Bühne einen Heiratsantrag und sie heirateten 1944. Im selben Jahr kam ihre Tochter Eleonore zur Welt. Frau Kallina war Halbjüdin und nachdem er im Dezember 1944 desertiert hatte, versteckte er sich mit ihr und der kleinen Tochter im Wiener Wald. Sie blieben trotz der späteren Scheidung weiterhin eng befreundet.

Der Schauspieler zog nach seiner vorzeitigen Vertragsauflösung 1951 von Hollywood nach Triesen (Liechtenstein). Er kaufte sich Land und baute ein kleines Haus, das er über die Jahre immer mehr erweiterte. 1954 heiratete er Anne Power, die Stieftochter des Hollywood-Stars Tyrone Power, der der leibliche Vater der Sängerin Romina Power war. 1966 kam sein Sohn Felix auf die Welt, dessen Mutter das US-Fotomodell Diane Anderson war. Seine langjährige Lebensgefährtin bis zu seinem frühen Tod war die gleichaltrige deutsche Schauspielerin Antje Weisgerber. Sie zog sich ihm zuliebe von 1970 bis 1979 gänzlich aus ihrem Beruf zurück. Dem breiten Publikum ist die sympathische Mimin durch ihre Rolle in der Serie „Der Landarzt“ bekannt.

Elisabeth Kallina und Antje Weisgerber waren miteinander gut befreundet und verstarben zufällig beide im September 2004, zwanzig Jahre nach Oskar Werners Tod.
Kallina wurde 94, Weisgerber 82.

Melancholie und Genie

„Mein Leben ist unendlich schwer – immer gewesen…“, sinnierte Oskar Werner einst. Er war eine sensible Persönlichkeit, innerlich zerrissen und wurde oft als schwierig und exzentrisch beschrieben. Er war ein überzeugter Pazifist und lag im Krieg nach einem Bombenangriff drei Tage unter den Trümmern. Seine Lebensgefährtin Antje Weisgerber vermutete darin den Auslöser der manischen Depression, unter der er seither zeitlebens gelitten hatte. Gerade diese Melancholie schien ihn aber zu diesem glanzvollen Schauspieler zu machen.

Von Kindheit an fühlte er sich dem jüdischen Volk hingezogen. Seinen teils deutschnationalen Lehrern sagte er schon damals unmissverständlich, dass er nicht viel von ihnen hielt. Diese Direktheit machte es ihm aber klarerweise damals nicht leicht. Viele seiner Filme zu dem Thema Juden und Nationalsozialismus verschafften Oskar Werner zahlreiche Verehrer in Israel.

Er liebte die Einsamkeit in seinem Triesener Haus und die absolute Anonymität, die er dort mit seinen zigtausenden Büchern genießen konnte. Das Tor zu seinem Grundstück zierte ein Schild mit der Aufschrift: „Gewähret, dass ich ersuche: Bitte keine unangemeldeten Besuche!“ Oskar Werner kochte außerdem für sein Leben gern. Er verjagte jeden Eindringling, ob Sekretärin oder Lebensgefährtin, mit den Worten „Hier bin ich der Kapitän!“ aus seiner Küche.

Seine letzten Lebensjahre waren von Depressionen und Alkoholproblemen gezeichnet. Er starb am 23.10.1984 im Alter von 61 Jahren in einem Hotel in Marburg an der Lahn vor Beginn einer Rezitationstournee durch Deutschland an Herzversagen. Schon zu Lebzeiten sorgte er für eine Beisetzung in Triesen.

Aufregung gab es vor etwa eineinhalb Jahren, als bekannt wurde, dass im Triesener Friedhofreglement festgelegt ist, dass Gräber samt Grabsteinen nach 20 Jahren aufgelöst werden können. Medien und Fans haben ob dieser Tatsache aufgeschrieen. Eine Diskussion folgte, wie man verhindern könne, dass die sterblichen Überreste dieses unvergesslichen Künstlers in einem Massengrab landen. Bislang ist seine letzte Ruhestätte jedoch noch nicht angerührt worden.

Doch wer weiß: Vielleicht hat ja Oskar Werner diese Vorschriften gekannt und mit Absicht diesen Friedhof gewählt? Denn die Anonymität hatte er immerhin schon zu Lebzeiten geliebt…

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Daniel Craig

22. Juni 2009 Keine Kommentare

Sein Leben

Daniel Wroughton Craig wurde am 2. März 1968 in Chester, England, als Sohn eines Stahlarbeiters und einer Kunstlehrerin geboren. Er wuchs in dem künstlerischen Umfeld seines Stiefvaters Max Blond in Liverpool auf. Mit 16 Jahren zog er nach London, um sich dem National Youth Theatre anzuschließen. Craig absolvierte, wie auch seine Schauspielkollegen Ewan McGregor und Joseph Fiennes, seine Schauspielausbildung in der Kunsthochschule Guildhall School of Music and Drama. Anschließend trat er in unterschiedlichen Theaterstücken auf, wie auch in dem legendären ‚Old Vic’.

Seine Karriere

1992 begann er auch seine Filmkarriere mit einer Nebenrolle in dem Filmdrama ‚Im Glanz der Sonne’ von John G. Avilsens. Sein Bekanntheitsgrad erhöhte sich mit der Hauptrolle in der neunteiligen Miniserie ‚Our Friends in the North’. Daraufhin trat er in Produktionen wie ‚Elizabeth’ und ‚The Trench’ auf. Diese verliehen ihm auch internationale Bekanntheit und so bekam er auch Rollen in kommerzielleren und künstlerischen erfolgreichen Filmen wie etwa ‚Lara Croft: Tomb Raider’ oder ‚Road to Perdition’.

2004 erhielt er auch den europäischen Filmpreis für seine Rolle in Roger Michells‚ Die Mutter’ und feierte noch im selben Jahr einen großen Erfolg mit dem britischen Film‚ Layer Cake’. Ein Jahr darauf engagierte Steven Spielberg Craig für die Hauptrolle des jüdischen Agenten in ‚Munich’ (München). Weitere Filme: Elizabeth (1998), Ich träumte von Afrika (2000) und Sylvia (2003).

Craig und die Medien

In seiner neuesten Rolle will sich der 38-jährige hart, unberührbar und nackt geben. Die Kritik, vor allem von eingefleischten Bond-Fans, scheint ihm zugesetzt zu haben. Das Gerücht, dass ihm gleich beim Dreh der ersten Prügelszene zwei Zähne ausgeschlagen wurden und ein Arzt aus London eingeflogen wurde, verstärkt die Kritik ebenso, wie das Gemunkel um seine Unfähigkeit, mit der Gangschaltung des neuen 007-Wagens nicht umgehen könne, zunehmend. Von vielen Seiten als zu weich und ekelig kritisiert, garantieren seine Produzentin Barbara Broccoli und seine Kollegin Judi Dench (Sie spielt die Bond-Chefin ‚M’), dass dies keineswegs der Fall sei. „Seine Zähne sind ok, sein Fahrstil ist ok, er hat keinen Sonnebrand und Angst vor Wasser hat er auch nicht. Wir sind dieses Theater um die Neubesetzung jedes neuen Bonds bereits gewöhnt.“ (B. Broccoli)

Die Aufregung um Daniel Craig als neuen Bond ging so weit, dass ihm die britische Boulevardblätter den Spitznamen James Bland gaben, was soviel wie James Langweilig bedeutet. Doch Ex-Bond Pierce Brosnan, Sean Connery und Roger Moore verteidigen ihren neuen Nachfolger ebenso, wie die beiden Bond-Bösewichte Christopher Lee und Toby Stephens. Doch nicht nur die Prominenz gibt ihm Rückendeckung. Auch viele James Bond-Fans sehen in Craig die Chance zur Rückkehr zu den Originalromanen von Ian Fleming.

Craig Privat

In seinem Privatleben schien sich eine Zeit lang auch einige Prominenz herumzutreiben. Zeitweise mit der deutschen Schauspielerin Heike Makatsch erblickt, soll er auch eine Beziehung mit dem Fotomodell Kate Moss gehabt haben. Die Tatsache, dass sich Craig sehr bei den Produzenten des neuen James Bond-Films eingesetzt hat, um für Sienna Miller die Rolle des Bond-Girls zu bekommen, ließ die Medien aufhorchen. Die Modelfreundin von Kate Moss soll im vergangenen Jahr mit Daniel eine zweiwöchige Affäre gehabt haben. Außerdem soll er auch eine Tochter aus einer früheren Beziehung haben.

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